1. come-on.de
  2. Kreis und Region

Mercedes-Fahrer lässt Wut an Passant aus und rast ins Verderben

Erstellt:

Von: Simon Stock

Kommentare

Ein Mercedes-Fahrer aus Iserlohn schlug einen Passanten und krachte dann auf der Flucht vor der Polizei in zwei geparkte Autos. Es kam noch mehr dazu.

Iserlohn/NRW - Es war kein guter Abend für einen 48-jährigen Fahrer eines Mercedes C-200 aus Iserlohn. Er ließ seine Wut an einem Passanten aus, der ihn bremsen wollte. Dann krachte er auf seiner Flucht vor der Polizei in zwei Autos. Doch es kam noch mehr dazu.

StadtIserlohn
KreisMärkischer Kreis
Höhe247 m

Der Irrsinn begann gegen 18.25 Uhr. Der Iserlohner war auf der Von-der-Kuhlen-Straße mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Fand zumindest ein Zeuge, der den Fahrer „per Handzeichen“ aufforderte, den Fuß vom Gas zu nehmen. So schildert es die Polizei. Der 48-Jährige bremste tatsächlich - aber nur, um auszusteigen und dem Mann mit der Faust ins Gesicht zu schlagen.

Iserlohn: Mercedes-Fahrer schlägt Passanten und flieht vor der Polizei

Danach setzte er seine Fahrt fort - mittlerweile alarmierte Polizisten hinter ihm her. Auch die gaben Anhaltezeichen, ebenfalls ohne Erfolg. Stattdessen beschleunigte der 48-Jährige unvermittelt und versuchte den Streifenwagen mit mehreren Richtungswechseln abzuschütteln.

In der Windhügelstraße in Letmathe verlor er kurzzeitig die Kontrolle über seinen Mercedes und prallte gegen einen Seat Arona und einen VW Golf, die am Fahrbahnrand geparkt standen. Er setzte seine Flucht in der Folge fort, bog allerdings nach kurzer Zeit in einen „Stich“ auf der Windhügelstraße ein. Dort ging es nicht weiter. Zumindest nicht mit dem Auto.

Iserlohn: Flucht-Fahrer kracht gegen geparkte Autos

Der 48-jährige stieg aus dem Fahrzeug und rannte los. Nach kurzer Verfolgung holten ihn die Polizisten ein und überwältigten ihn. Wie sich herausstellte, stand der Mann unter Alkoholeinfluss und war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Sein Fahrzeug war zudem nicht mehr zugelassen. Auf der Polizeiwache wurde dem 48-Jährigen eine Blutprobe entnommen.

Den Gesamtschaden an allen drei Fahrzeugen beziffert die Polizei mit rund 8.000 Euro. Gegen den 48-Jährigen wird wegen einer Körperverletzung, Beleidigung, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr, eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und wegen einer Straftat nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz ermittelt.

Unfassbare Szenen spielten sich in Dortmund ab: Ein 12-Jähriger raste nachts mit Freunden im gestohlenen Audi durch die Nordstadt. Kurz bevor sie in einen BMW X6 krachen, springen sie aus dem rollenden Auto.

Auch interessant

Kommentare