Zeugen-Aufruf ohne Resonanz

Nach Unfall-Tragödie im MK: Mann (18) erliegt schweren Verletzungen

Auf der Landhauser Straße in Iserlohn war am Sonntag, 10. Mai ein 18-jähriger Fußgänger von einem Transporter erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Der Mendener ist am Dienstag (26. Mai) gestorben.
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Auf der Landhauser Straße in Iserlohn war am Sonntag, 10. Mai ein 18-jähriger Fußgänger von einem Transporter erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Der Mendener ist am Dienstag (26. Mai) gestorben.

[Update, 10.30 Uhr] Der junge Mann (18), der bei einem tragischen Unfall in Iserlohn am 10. Mai lebensgefährlich verletzt worden war, ist gestorben. Ein Zeugen-Aufruf der Polizei blieb indes ohne Resonanz.

  • Bei einem Unfall in Iserlohn am 10. Mai war ein 18-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden.
  • Am Dienstag (26. Mai) ist der 18-Jährige seinen schweren Verletzungen erlegen.
  • Bei den Ermittlungen tritt die Polizei auf der Stelle: Ein Zeugenaufruf blieb ohne Resonanz.

Iserlohn - Traurige Nachrichten aus dem Klinikum Dortmund-Nord: Der am 10. Mai bei einem Unfall in Iserlohn-Sümmern lebensgefährlich verletzte junge Mann (18) aus Menden ist am Dienstagnachmittag (26. Mai) gestorben

Etwas mehr als zwei Wochen nach den immer noch mysteriösen Ereignissen im Bereich Gaxberg haben die Ärzte den Kampf um das Leben des 18-Jährigen verloren.

Der war am Sonntag, 10. Mai gegen 23.25 Uhr am Fahrbahnrand der Landhauser Straße zwischen dem Mendener Ortsteil Platte Heide und Iserlohn-Sümmern von einem Ford Transit erfasst worden.

Tragischer Unfall in Iserlohn: Unbeleuchtete Kreuzung

Auf der gut ausgebauten, aber komplett unbeleuchteten Kreuzung von Landhauser Straße und der für den Durchgangsverkehr gesperrten Straße Überm Gaxberg war der komplett dunkel gekleidete Mendener offenbar für den Fahrer (59) nicht zu erkennen gewesen. 70 km/h sind dort erlaubt.

Der Fahrer hatte einen Schlag am Fahrzeug vernommen, sofort angehalten und die Polizei wegen eines vermeintlichen Wildunfalls angerufen. Nachdem der Iserlohner seinen Transporter dann verlassen hatte, hatte er ein Stöhnen aus dem Gebüsch am Straßenrand vernommen.

Dann ging ein zweiter Anruf über den Notruf bei der Polizei ein, in dem der Transit-Fahrer aus Iserlohn dann berichtete, er habe eine Person und nicht etwa ein Reh erfasst. Der sofort alarmierte Rettungsdienst, Noturf und Polizei waren binnen Minuten vor Ort.

Tragischer Unfall in Iserlohn: Keine neuen Hinweise

Der Fußgänger war mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Dortmunder Klinikum Nord gebracht worden, wo sich der gesundheitliche Zustand dann aber nicht mehr verbesserte.

Nach Angaben eines Sprechers sind die polizeilichen Ermittlungen zu dem Unfall natürlich noch nicht abgeschlossen. Allerdings haben sich zuletzt keine neuen Hinweise ergeben, weil ein Zeugenaufruf ohne jede Resonanz geblieben war.

Damit steht zu befürchten, dass die schrecklichen Ereignisse vom Abend des 10. Mai nie vollständig aufgeklärt werden können. Dass den Fahrer des Ford Transit in irgendeiner Weise eine Schuld am Unfall trifft, ist offenbar bisher auszuschließen.

Tragischer Unfall in Iserlohn: Ermittlungen mit Hochdruck

Update, 13. Mai, 13.40 Uhr: Der 18-jährige Mann aus Menden, der am späten Sonntagabend in Iserlohn von einem Transporter erfasst worden war, schwebt nach Polizeiangaben weiter in Lebensgefahr

"Die Polizei ermittelt mit Hochdruck hinsichtlich des Hergang und der Hintergründe", teilte die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Mittwoch (13. Mai) mit.

Tragischer Unfall in Iserlohn: Autofahrer als Zeuge gesucht

Der schwere Verkehrsunfall ereignete sich am Sonntag, 10. Mai gegen 23.25 Uhr. Wie die Polizei mitteilte, sei dem Fahrer des Ford Transits wenige Sekunden vor dem Zusammenstoß mit dem Fußgänger ein Fahrzeug in Fahrtrichtung Iserlohn entgegen gekommen, der das Fernlicht abgeblendet habe.  

Der Fahrer beziehungsweise die Fahrerin wird von der Polizei dringend als Zeuge gesucht. "Weiterhin werden Zeugen gesucht, die den Fußgänger in der Zeit vor dem Unfall (20 bis 23.25 Uhr) im Bereich Platte Heide, in Sümmern oder am Gaxberg gesehen haben", heißt es seitens der Polizei weiter.

Tragischer Unfall in Iserlohn: Unfallopfer dunkel gekleidet 

Der junge Fußgänger hat laut Polizeiangaben zur Unfallzeit ein dunkelblaues Oberteil, darunter ein weißes T-Shirt, eine dunkelgraue Jeans sowie dunkle Schuhe mit weiter Sohle getragen. Er ist schlank und hat kurze dunkle Haare. 

Hinweise nimmt die Wache Iserlohn unter 02371/9199-7109 oder 9199-0 entgegen.

Tragischer Unfall in Iserlohn: Schlag am Fahrzeug gespürt

Erstberichterstattung

Montag, 11. Mai, 13.52 Uhr: Schwerer Unfall am Sonntagabend (10. Mai) in Iserlohn: Ein 18-jähriger Mann wurde von einem Ford-Transporter erfasst und lebensgefährlich verletzt.

Am späten Sonntagabend gegen 23.25 Uhr war ein 59-Jähriger in Iserlohn mit einem Ford Transit auf der Landhauser Straße in Richtung Sümmern unterwegs gewesen. In Höhe der Einmündung Überm Gaxberg habe der Fahrer dann plötzlich einen Schlag an der vorderen rechten Fahrzeugseite gespürt, so die Polizei.

Tragischer Unfall in Iserlohn: Zunächst Wildunfall vermutet

Der Fahrer habe sofort angehalten und vermutet, dass er ein Reh erfasst habe. Doch dann habe er ein Stöhnen aus dem nahen Gebüsch gehört. "Dort lag ein schwer verletzter Mann (18) aus Menden", so die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis.

Die hinzugezogene Rettungswagenbesatzung brachte den lebensgefährlich verletzten Mendener ins Klinikum Dortmund-Nord. Der Fahrer aus Iserlohn war schockverletzt und wurde ärztlich an Ort und Stelle versorgt.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

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