Wann fällt die Ausgangssperre?

Inzidenz im MK sinkt: Wann dürfen Schulen, Baumärkte, Geschäfte und Gastro wieder öffnen?

Mit einer Inzidenz von 183,8 am Dienstag kommt der Märkische Kreis ersten Lockerungsschritten näher. Sollte der Trend der vergangenen Tage anhalten, könnten bald Geschäfte und Schulen wieder öffnen. Hier gibt es die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Öffnungsperspektive im Kreis.

Was spricht dafür, dass sich das Infektionsgeschehen im Märkischen Kreis beruhigt?

Der schnelle Impffortschritt in Verbindung mit einer hohen Zahl von Schnelltests geben den Verantwortlichen im Kreishaus eine relative Sicherheit, dass der Abwärtstrend bei den Infektionszahlen nachhaltig ist. So wurden an den vergangenen sieben Tagen 35 360 Schnelltests im Kreis durchgeführt. Nur 0,3 Prozent der Tests (107) waren positiv. Das spricht für eine eher geringe Verbreitung unentdeckter Positivfälle in der Bevölkerung. Zudem sinkt die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern deutlich.

Wann dürfen Schulen wieder Wechselunterricht anbieten?

Ab einer Inzidenz von 165 dürfen die Schulen zurück in den Wechselunterricht. Allerdings gilt das nicht ab dem ersten Tag. Wie der Kreis mitteilte, muss der Wert von 165 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterboten sein, bevor weitere zwei Werktage später die Schulen in den Wechselunterricht zurückkehren können. So regelt es die im Infektionsschutzgesetz eingeführte bundesweite Corona-Notbremse. Ab einer Inzidenz von 100 ist wieder Präsenzunterricht möglich – wenn der Wert zuvor an fünf Tagen in Folge unterschritten war.

Wann ist mit Lockerungen im Handel zu rechnen?

Unterhalb einer Inzidenz von 150 ist laut Bundes-Notbremse „Click&Meet“ mit negativem Schnelltest im Einzelhandel wieder erlaubt. Auch hier muss die Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 150 liegen, bevor zwei Tage später im Handel gelockert werden darf. Sollte der Wert beispielsweise am Freitag (7. Mai) erstmals unterschritten sein, könnten die Geschäfte im Kreis frühestens am 17. Mai „Click&Meet“ anbieten. Übrigens hatte der Märkische Kreis bei Erlass der Ausgangssperre am 8. April bereits eine solche Öffnungsperspektive für Handel und sogar die Gastronomie angekündigt und auch schon mit dem Land NRW abgestimmt – allerdings ohne die jetzt gültigen Inzidenz-Grenzen. Ohne die Einführung der Bundes-Notbremse wäre dann zum Beispiel Außengastromie möglich gewesen, wie es aus dem Kreishaus hieß.

Wann wird die Ausgangssperre aufgehoben?

Für die Aufhebung der Ausgangssperre muss die kreisweite Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegen. Auch hier hat der Kreis, der die Ausgangssperre bei einer Inzidenz von 185,8 eingeführt hatte, keine Möglichkeit zu flexiblen Lockerungen. Selbst bei optimistischer Rechnung kann die Ausgangssperre so wohl frühestens Ende Mai aufgehoben werden.

Was ist ab einer Inzidenz unter 100 wieder erlaubt?

Die Bundes-Notbremse sieht vor, die Maßnahmen – Ausgangssperre, Schließung des Einzelhandels, Gastronomie – aufzuheben, sofern an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100 unterschreitet. „Vorbehaltlich der Feststellung des Landes NRW und Änderungen der Coronaschutzverordnung“, wie der Kreis mitteilt.

Lockerungen gibt es ab sofort für Geimpfte und Genese. Wie können Genesene nachweisen, dass sie infiziert waren?

Wie der Kreis auf Anfrage mitteilte, ist „der Nachweis über das positive Testergebnis hier grundsätzlich geeignet“. Man arbeite im Kreis derzeit „an einer pragmatischen und unkomplizierten Lösung“. Im MK können sich Geimpfte und Genesee bislang allerdings nur beim Friseurbesuch über Lockerungen freuen. Dort müssen sie nun keinen negativen Schnelltest mehr vorlegen. In allen anderen Branchen sind eine Freitestung und damit auch Privilegien für Geimpfte und Genesene derzeit nicht möglich. Für alle anderen gibt es sogar Verschärfungen. Der Selbsttest beim Friseur vor Ort – lange gängige Praxis im Kreis – ist ab sofort nicht mehr erlaubt. Nach Rücksprache mit dem NRW-Gesundheitsministerium stellte der Kreis klar, dass Kunden beim Friseur einen negativen Schnelltest eines registrierten Testzentrums vorlegen müssen. Er darf nicht älter als 24 Stunden sein. jiz

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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