Heute erste Impfung im MK

Mehr als 3.000 Biontech-Impfdosen für MK bis Silvester - Angst vor Impfgegnern

Ein Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer steht auf einem Tisch im Hartford Hospital. Nach einer Notfallzulassung haben am 14.12.2020 in den Vereinigten Staaten die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.
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Ein Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer steht auf einem Tisch im Hartford Hospital.

Im Märkischen Kreis beginnen heute die Coronaschutzimpfungen. Am Nachmittag sollen in einem Pflegeheim die ersten Risikopatienten mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff geimpft werden. Aus Angst vor Impfgegnern ist das Pflegeheim geheim.

Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bekommt neue Hoffnung - durch einen Corona-Impfstoff. Unter Woche wurde bekannt, dass die Zahl der Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer für den Märkischen Kreis doch höher ist als zunächst angenommen. Gestern haben den Märkischen Kreis zwar nur 180 Impfdosen statt der zunächst geplanten mehr als 500 erreicht, dafür kommen in den Folgetagen größere Kontingente.

Kreis Märkischer Kreis
VerwaltungssitzLüdenscheid
Einwohner410.222 (Stand: 31. Dezember)
Fläche1.061,06 Quadratkilometer

So werden nach Angaben der NRW-Gesundheitsministeriums am 29. und 31. Dezember jeweils 1.582 weitere Impfdosen in den Märkischen Kreis geliefert. Sie werden zunächst durch mobile Teams in Pflegeheimen verabreicht. Die Impfzentren wie in Lüdenscheid werden zu einem späteren Zeitpunkt versorgt.

Das Impfzentrum des Märkischen Kreises am Standort Lüdenscheid ist einsatzbereit

Das Impfzentrum des Märkischen Kreises am Standort Lüdenscheid ist einsatzbereit
Das Impfzentrum des Märkischen Kreises am Standort Lüdenscheid ist einsatzbereit
Das Impfzentrum des Märkischen Kreises am Standort Lüdenscheid ist einsatzbereit
Das Impfzentrum des Märkischen Kreises am Standort Lüdenscheid ist einsatzbereit
Das Impfzentrum des Märkischen Kreises am Standort Lüdenscheid ist einsatzbereit

Einige Fragen zur Corona-Impfkampagne im Märkischen Kreis hat Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit beim Märkischen Kreis beantwortet:

Die Untere Gesundheitsbehörde muss festlegen, welche Pflegeheime oder vielleicht auch Krankenhäuser den Impfstoff zuerst erhalten. Gibt es da inzwischen eine Entscheidung, in welchem Heim oder in welcher Stadt man beginnt?

Volker Schmidt: Entscheidend für die Impfreihenfolge in den Pflegeheimen ist die zunächst begrenzte Verfügbarkeit des Impfstoffes. Die Einrichtungen werden nach und nach von den mobilen Teams aufgesucht. Die Reihenfolge wurde mit den Ärzten der KVWL gemeinsam erarbeitet. Aus logistischen Gründen macht es keinen Sinn parallel in mehr als 100 Einrichtungen gleichzeitig zu beginnen. Wir veröffentlichen die konkreten Pflegeheime aber nicht, weil wir vermeiden wollen, dass die Impfungen zum Beispiel durch Impfgegner gestört werden. In die Krankenhäuser wird im ersten Zuge wahrscheinlich keine Lieferung erfolgen, weil der Impfstoff noch nicht ausreichend ist. Da sind wir im Blick auf die Prioritäten aber noch in der Endabstimmung, in den Pflegeheimen wird es aber in jedem Fall am 27. Dezember losgehen.

Im Märkischen Kreis sind bereits mehr als 7 000 Menschen nachweislich infiziert. Werden diese Personen noch geimpft?

Der Aufbau des Lüdenscheiders Impfzentrums

Lüdenscheider Impfzentrum
Lüdenscheider Impfzentrum
Lüdenscheider Impfzentrum
Lüdenscheider Impfzentrum
Der Aufbau des Lüdenscheiders Impfzentrums

Volker Schmidt: Das wird vor Ort entschieden. Das legen wir in die guten Hände der Ärzte der KVWL. Vor Ort muss in jedem Fall ein Aufklärungsgespräch stattfinden, anschließend muss eine Einverständniserklärung unterzeichnet werden. Die Schwierigkeit ist, dass die Ärzte zweimal impfen müssen. Sie müssen bei der Erstimpfung immer sofort auch den Folgetermin vereinbaren. Wie lange hält die Immunität durch die durchgemachte Corona-Erkrankung vor? Diese Frage ist im Moment noch nicht endgültig beantwortet. Es gibt Einschätzungen, dass die Immunität drei bis sechs Monate anhält, spätestens dann müsste man überlegen, ob man sich impfen lässt.

Das Gesundheitstelefon erreichen derzeit vermehrt Anfragen zur Impfung. Ist das verfrüht?

Volker Schmidt: Ja. Die Prioritäten hat der Bund in einer Corona-Impfverordnung festgelegt. Darin werden verschiedene Stufen festgelegt. Höchste Priorität besteht für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal in Pflegeeinrichtungen, über 80-jährige Menschen sowie Personal in sensiblen Bereichen der Gesundheitsversorgung. Derzeit ist es noch nicht zielführend zu fragen, wann bin ich als über 80-Jähriger denn dran? Das Zweite ist: Auch die Terminvergaben erfolgen zentral über die Rufnummer 116 117. Wir werden die Leute über die Öffentlichkeit informieren, wenn sie an der Reihe sind. Es ist derzeit aber nicht sinnvoll, hier anzurufen und nachzufragen, weil wir im Augenblick noch keine Antworten dazu geben können.

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