Impfzentrum Lüdenscheid

Zu wenige Termine im MK: Impfquote bislang bei 41 Prozent in Risikogruppe

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Sorgen der Halveraner: Das Seniorenzentrum Bethanien ist mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus durch (Foto). Ü80-Jährigen, die nicht in einem Pflegeheim leben, steht diese Möglichkeit noch bevor – im Impfzentrum Lüdenscheid. Doch wie kommen sie dorthin?

Im Märkischen Kreis gehen die Impfungen gegen Covid-19 wie geplant weiter. Für die Generation 80plus wurden vom 8. Februar bis 19. April dieses Jahres bereits mehr als 22.000 Termine im Impfzentrum Lüdenscheid gebucht. Die Zahl der Impflinge ist ungleich geringer.

22 000 Impftermine wurden nach Angaben des Märkischen Kreises zwischen dem 8. Februar und 19. April für das Lüdenscheider Impfzentrum gebucht. Impfberechtigt sind 29.000 Personen, die älter als 80 Jahre sind und zu Hause leben. Auf Nachfrage teilte der Kreis mit, dass bislang 12.000 Über-80-Jährige Termine für die Erstimpfung erhalten haben. Dies entspricht – Stand 1. Februar – einer Impfquote in dieser Risikogruppe von 41 Prozent. Die höhere Zahl der Impftermine ergibt sich daraus, dass für jeden Impfling zwei Termine gemacht werden müssen.

Seit dem 25. Januar können Bürgerinnen und Bürger aus dem Märkischen Kreis, die 80 Jahre oder älter sind, Termine zur Corona-Schutzimpfung vereinbaren – entweder online (www.116117.de) oder über die kostenlose Telefonnummer 0800 116117 02. Bis Ende Februar macht die vorhandene Menge 4800 Impfungen im Impfzentrum Loh in Lüdenscheid möglich. Weitere 13.267 Impfungen folgen im März. Mehr als 4000 Erst- und Zweitimpfungen sind bislang für den April gebucht worden.

Wichtig: Bei der Anmeldung sollten sowohl Termine für die Erst- als auch für die Zweitimpfung drei Wochen später vereinbart werden. Das ist vor allem in der Startphase nicht immer passiert. „Deshalb müssen wir für Personen, die bis zum 28. März eine Erstimpfung erhalten haben, im Zeitraum bis zum 18. April noch knapp 2000 Zweitimpftermine vergeben“, berichtet der ärztliche Leiter des Impfzentrums im Märkischen Kreis, Dr. Gregor Schmitz. „Weiterhin gilt: Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, können wir die Anzahl der Impftermine kurzfristig auch noch erhöhen.“ Am Montag wurden neue Terminblöcke bis zum 2. Mai freigeschaltet.

Die Zuteilung der Impfdosen erfolgt durch das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Personengruppen und die Reihenfolge, in der die Impfung zu erfolgen hat, wird in der Corona-Impfverordnung des Bundes festgelegt. „Aufgabe der Koordinierungsleitung unseres Impfzentrums Märkischer Kreis ist es ausschließlich, die Bestellungen auf den Weg zu bringen und die Impfungen anhand der vergebenen Termine durchzuführen. Auf die Reihenfolge der Impfungen haben wir keinen Einfluss“, berichtet Dr. Schmitz.

Die Impfungen in den Altenpflegeheimen des Märkischen Kreises kommen gut voran. In dieser Woche sind knapp 370 Impfungen in zwei Pflegeheimen geplant, dann sind die Erstimpfungen in den Pflegeheimen abgeschlossen. Dr. Schmitz: „Die Impfungen durch die mobilen Teams der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in den Altenpflegeeinrichtungen funktionieren sehr gut. In allen Einrichtungen wurden die Impfteams sehnsüchtig erwartet und haben tatkräftige Unterstützung seitens der Mitarbeiter erfahren.“ 2000 Zweitimpfungen sind in den Einrichtungen bereits durchgeführt. Ein vollständiger Impfschutz wird ab dem siebten Tag nach der Zweitimpfung erwartet.

Der Märkische Kreis und der Leiter des Impfzentrums, Dr. Schmitz, freuen sich über die große Impfbereitschaft und hoffen, dass die Resonanz nicht nur in der Altersklasse 80plus, sondern zu einem späteren Zeitpunkt auch in der breiten Bevölkerung hoch sein wird. Darüber hinaus teilt der Kreis mit, was per Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen festgelegt wurde: Wer bei seinem Impftermin keinen gültigen Personalausweis bei sich hat, kann sich auch auf anderem Wege ausweisen. Zur Legitimation der Impfung muss eines der folgenden Dokumente vorgelegt werden, wobei es keine Rolle spielt, ob das jeweilige Ausweisdokument abgelaufen ist oder nicht: Personalausweis, Führerschein, Reisepass, Krankenkassenkarte, Schwerbehindertenausweis und ein anderer amtlicher Lichtbildausweis.

Außer dem Legitimationsnachweis durch eines dieser Ausweisdokumente brauchen die Bürgerinnen und Bürger keine weiteren Dokumente mitzubringen. Es würde den Anmeldeprozess allerdings vereinfachen, wenn die Karte der Krankenversicherung und das Anschreiben des Landrates Marco Voge sowie des Ministeriums mitgebracht würden.

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