Wer jetzt an der Reihe ist

Impf-Rekord im MK: Auslastung im Impfzentrum bei 121 Prozent (!) 

Das Impfzentrum des Märkischen Kreises in der Schützenhalle am Loh in Lüdenscheid.
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Das Impfzentrum des Märkischen Kreises in der Schützenhalle am Loh in Lüdenscheid.

Märkischer Kreis – Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Berechtigungen für die Coronaschutzimpfung erweitert. Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen oder Schwangeren können seit Donnerstagmorgen Termine in den Impfzentren buchen, ebenso Supermarkt-Verkäuferinnen oder Beschäftigte der Justiz. In den heimischen Impfzentren bleibt das Tempo hoch.

Vom 1. April bis zum 5. Mai wurden in den beiden Impfstellen des Märkischen Kreises (Lüdenscheid und Iserlohn) 11.263 Impfungen mehr durchgeführt, als vom Land NRW aufgrund der Einwohnerzahl und der zugewiesenen Impfstraßen vorgegeben waren. Das entspricht für diesen Zeitraum einer Auslastung des Impfzentrums mit beiden Standorten von 121,73 Prozent, heißt es aus dem Kreishaus.

Insgesamt wurden im genannten Zeitraum 63.103 Impfungen in den Impfstellen durchgeführt. Durchschnittlich entspricht das 1 753 Impfungen am Tag. Das NRW-Gesundheitsministerium sieht anhand der Einwohnerzahl sechs Impfstraßen und somit 1 440 Impfungen täglich vor. Hinzu kommen die Impfungen durch mobile Teams und die Hausärzte.

Der Märkische Kreis hat eine Liste veröffentlicht, welche Personengruppen sich ab sofort zusätzlich um einen Impftermin im Impfzentrum Lüdenscheid oder der Impfstelle Iserlohn bemühen dürfen. Wir beantworten weitere Fragen rund um die neue Prioritätengruppe 3.

Wie können Impfberechtigte ihren Termin erhalten?

Diesmal soll alles eindeutig geregelt sein. Für alle genannten Personengruppen gibt es nur einen Ansprechpartner – die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Über die Telefonnummer 0800 116 117 02 oder online unter www.116117.de können Termine im Impfzentrum Lüdenscheid oder in der Impfstelle Iserlohn gebucht werden. Dr. Gregor Schmitz, medizinischer Leiter des Impfzentrums, weist darauf hin, dass der Märkische Kreis Kreis der einzige Kreis in Westfalen ist, der zwei Impfstellen betreibt. Er rät: „Achten Sie bitte darauf, dass Sie insbesondere bei der telefonischen Buchung das gewünschte Impfzentrum – Iserlohn oder Lüdenscheid – genau benennen.“

Wurden im Märkischen Kreis schon Berechtigte der genannten Gruppen geimpft?

Ja. Der Kreis hat bereits rund 3.000 Termine für Lehrer an den weiterführenden Schulen im Kreis freigeschaltet. Diese sind zur Hälfte schon erfolgt, heißt es aus dem Kreishaus. Lehrer, die in diesem Zuge bereits vom Kreis ein Impfangebot erhalten haben, müssen sich nicht noch einmal bei der KVWL melden. Alle Polizisten aus dem Kreis, die sich impfen lassen wollten, haben ebenfalls schon eine Impfung erhalten. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatzdienst – Freiwillige oder Hauptamtliche – wurden zum größtem Teil ebenfalls schon geimpft, obwohl sie in der Priorisierung eigentlich erst in der zweiten Maihälfte an der Reihe wären.

Müssen sich Lehrer und Polizisten und auch die Mitglieder der anderen jetzt berechtigten Gruppen am Wohn- oder am Dienstort für einen Impftermin anmelden?

Da die Impfdosen über die Bevölkerungszahlen berechnet werden, bittet der Märkische Kreis, dass sich Personen, die kein aktives Impfangebot aus den MK-Impfstellen erhalten haben, sich am Impfzentrum in ihrem Wohnort melden.

Wie viel Impfstoff steht im Märkischen Kreis bis Ende des Monats zur Verfügung? Welcher Impfstoff wird verimpft?

Pro Woche stehen dem Märkischen Kreis im Mai neben den Zweitimpfungen 4.582 Impfdosen für Erstimpfungen zur Verfügung. Für die neuen Personengruppen kommt mRNA-Impfstoff zum Einsatz – von Biontech oder Moderna. Das Moderna-Vakzin wird im Impfzentrum seit der vergangenen Woche verimpft. Impfstoff von Astrazeneca wird für Erstimpfungen in den Impfzentren nicht mehr verwendet. Er kommt nur als Zweitimpfung zum Einsatz – für Personen, die die Erstimpfung mit diesem Vakzin erhalten haben und älter als 60 Jahre sind, ebenso Jüngere, die für ihre Zweitimpfung ausdrücklich Astrazeneca wünschen.

Für welche Gruppen sind derzeit noch Buchungen über das kreiseigene Buchungssystem vorgesehen?

Nur noch Resttermine die vom KVWL-Buchungssystem (116117.de) nicht vergeben wurden, können an Impfberechtigte über das kreiseigene Buchungssystem vergeben werden. Die freien Termine werden in der Regel 36 Stunden vor dem Impftag freigegeben.

Menschen über 60 gehören laut Impfpriorisierung ebenfalls zur Gruppe drei, werden vom NRW-Gesundheitsministerium aber nicht genannt. Wie sollen sich Über-60-Jährige verhalten?

Gesundheitsminister Laumann wies darauf hin, dass sich Über-60-Jährige zur Buchung eines Termins bei ihrem Hausarzt melden sollen, nicht bei KVWL oder dem Kreis. Die Ankündigung führte zu hunderten Anrufen in den Arztpraxen. Heimische Ärztevertreter äußerten den Wunsch, dass der Kreis die Ärzte künftig proaktiver über die jeweils gültigen Vorgaben informiert.

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