Polizisten kontrollieren im Stadtgebiet von Menden und Balve

Hinterm Infostand im Hönnetal "lauerten" drei Radarfallen: So fällt die Bilanz aus

+

Menden/Balve - Die Polizei hat am Mittwochnachmittag im Hönnetal eine umfangreiche Kontrolle durchgeführt. Im Visier: insbesondere Motorradfahrer. Die wurden eingangs des Hönnetals zunächst an einen Infostand gebeten und über Gefahren aufgeklärt, dahinter "lauerten" dann auf der beliebten Strecke zum Sorpesee in Höhe Klusenstein, in Volkringhausen und Beckum gleich drei Radarfallen. Hier gibt es die Bilanz - und diverse "Extra-Treffer".

"Die Ansprache der Polizisten wurde also unmittelbar in der Wirksamkeit überprüft", heißt in der Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis zum Grund dafür, warum auf die Aufklärung direkt die (mehrfache) Überprüfung folgte.

Und siehe da: Wer sich von den Motorradfahrern in Oberrödinghausen am Infostand Tipps zu verkehrsgerechtem Verhalten angehört und Info-Material auch zur Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining mitgenomen hatte, fuhr anschließend vorbildlich.

Die Polizei teilt nämlich mit: "Im Ergebnis bleibt erfreulich zu bilanzieren, dass von den im Rahmen der polizeilichen Präventionsarbeit angesprochenen Motorradfahrern kein einziger anschließend zu schnell fuhr."

Das wiederum heißt natürlich nicht, dass die Polizeibeamten keine Arbeit mit Temposündern und anderen Vergehen gehabt hatten.

Kontrollstelle Klusensteiner Mühle

  • Hier wurden 1882 Fahrzeuge von der Radaranlage erfasst, darunter 39 Motorräder
  • 22 Verkehrsteilnehmer seien schneller als die zugelassenen 50 km/h gewesen (nur ein Motorrad).
  • Der traurige Rekordhalter war ein Pkw-Fahrer, der mir 93 km/h gemessen wurde. Die Quittung laut Polizei: eine Anzeige, 120 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.
  • In einem VW Golf war ein Überrollbügel ungesichert verbaut und das Gewinde-Fahrwerk unzulässig heruntergedreht worden. "Hierdurch war die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt und die Betriebserlaubnis erloschen", so die Polizei. Den Fahrer erwartet eine Anzeige samt 90-Euro-Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Kontrollstelle Volkringhausen

  • Hier passierten 2237 Fahrzeuge die Messstelle (76 Kräder).
  • 145 waren schneller als die erlaubten 50 km/h (darunter fünf Kräder). 
  • Acht Verkehrsteilnehmer waren mehr als 20 km/h zu schnell und erwarten eine Anzeige. 
  • Darunter befanden sich zwei Motorräder aus Hagen (83 km/h) und Dortmund (81 km/h). Die Konsequenz für beide: 100 Euro und ein Punkt.
  • Erschreckend sei die Höhe der Geschwindigkeit eines VW-Fahrers aus dem Märkischen Kreis gewesen. "Er hatte zu Beginn der Abendstunden 115 km/h auf dem Tacho: 480 Euro, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot", so die Polizei.
  • Bei der technischen Überprüfung eines Motorrades wurde festgestellt, dass der Hinterreifen deutlich abgefahren war. Folge hier: Anzeige, Bußgeld über 60 Euro, ein Punkt.

Kontrollstelle Beckum

  • Hier passierten 1398 Fahrzeuge die Messstelle (54 Kräder).
  • 111 Verkehrsteilnehmer waren schneller als die erlaubten 50 km/h. 
  • 104 Übertretungen lagen im Verwarngeldbereich (darunter Kräder), sieben Pkw-Fahrer wurden angezeigt, da sie mehr als 20 km/h zu schnell waren. 
  • Die schnellste gefahrene Geschwindigkeit betrug 84 km/h - "aufgestellt" von einem Ford-Fahrer aus dem Märkischen Kreis.
  • Bei einer begleitenden Lkw-Kontrolle stellten die Einsatzkräfte die Sammlung von Elektroschrott ohne die erforderliche Genehmigung zum Einsammeln von Abfall fest. Zusätzlich wurde die Sicherung von Ladungsteilen missachtet. Die entsprechende Gewerbeordnungs- und Bußgeldanzeige wird der zuständigen Stelle zugeleitet. 
  • Ferner stellten die Beamten hier die verbotene Benutzung eines Handys während der Fahrt fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare