Raus aus dem Alltag und ab ins Grüne

Das Paradies liegt vor der Haustüre: Halveranerin öffnet ihren Garten

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Zeigt gern ihre grüne Pracht: Gordana Winkler inmitten ihrer Gartenvielfalt.

Halver – Am Eingang erst einmal den Blick schweifen lassen über die herrliche Vielfalt des Gartens. Ankommen und Entschleunigen. So ging es wohl den meisten Besuchern, die am Sonntag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Offene Gartenpforte“ den Garten von Gordana Winkler in Halver besuchten.

„Jeder, der ihn sich anschaut, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus,“ begrüßte sie strahlend die Ankömmlinge, die nur unter besonderen Auflagen staunen durften. Auf einem Tischchen stand eine Flasche zur Handdesinfektion, genügend Abstand musste natürlich auch unter freiem Himmel eingehalten werden. „Gerade in dieser Zeit ist der Garten Balsam für die Seele“, sagte Winkler und machte etwa auf Schrebergärten aufmerksam, die sich neuer Beliebtheit erfreuen. Der Aufwand, den man im Garten betreibe, lohne sich: „Dann sitzt man später bei einer Tasse Kaffee, schaut in den Garten und genießt den Anblick“, sagte sie. Gordana Winkler mag die Pflanzenvielfalt, sie liebt Raritäten. Es wäre ja langweilig, wenn jeder Garten gleich aussehe, meinte sie. Ihr grünes Paradies benötigte 25 Jahre, um so zu werden, wie es jetzt ist.

Klare Garten-Idee 

„Man braucht einen Plan, wie der Garten aussehen soll“, erklärte sie den Gästen. Inspiration holte sie sich einst auf Gartenreisen nach England. Man müsse aber gar nicht so weit reisen. Der Austausch mit anderen Gartenfreunden bringe immer wieder neue Ideen und Anregungen. So führen kleine Wege durch den Garten. „Sie bieten einerseits die Möglichkeit, den Garten in kleine Räume einzuteilen, andererseits verhindern sie, dass die Beete betreten werden müssen.“ Die üppige Fülle des Gartens hat einen Grund: „Ich mag keine kahle Erde“, sagt Gordana Winkler. So kümmert sie sich liebevoll um jede Pflanze, sorgt dafür, dass eine der anderen nicht den Platz streitig macht. Winkler legt Wert darauf, dass hier das ganze Jahr über etwas blüht. „In 14 Tagen sieht es wieder ganz anders aus.“ In ihrem Garten, dessen bepflanzte Fläche nur etwa 300 Quadratmeter groß ist, tummeln sich jede Menge Insekten. „Ich achte auf Futterpflanzen“, erklärt sie. Im Augenblick ist es besonders der gelbe Engelwurz, in dem es nur so wimmelt vor Bienen und Hummeln. 

Doch sie mag nicht nur die Blüten, sondern auch die Formen und Farben der Blätter. „Der Zierrhabarber hat wunderschön geblüht“, erklärte sie etwa Claudia und Uwe Bocks, die extra aus Radevormwald gekommen waren, um sich den Garten anzuschauen. Der üppige Fenchelstrauch, die Strauchpäonie und die weiße Orchidee wurden besonders von den Gästen bewundert.

Der nächste Termin 

Am 19. Juli macht Gordana Winkler wieder bei der offenen Gartenpforte mit.

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