Hackerangriff: Diese Politiker aus dem Märkischen Kreis sind betroffen

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Daten mehrerer hundert Personen geleakt.

Märkischer Kreis/Berlin – Über Twitter sind in den vergangenen Wochen massenhaft persönliche Daten von Politikern, Prominenten und Journalisten veröffentlicht worden. Der Twitter-Account inzwischen wurde gesperrt. Betroffen sich auch aktive und ehemalige Politiker aus dem Märkischen Kreis.

Gordan Dudas

Der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas erfuhr am Freitagmorgen durch die Landtagsfraktion davon, dass Daten von ihm veröffentlicht wurden. Den Tweet selbst hat er noch nicht gesehen. Veröffentlicht wurde angeblich seine Telefonnummer. „Das ist eine Information, die sehr viele Menschen haben und die teilweise auch öffentlich bekannt ist“, sagt Dudas. Brisante Daten seien nicht entwendet worden. 

Dagmar Freitag (SPD)

„Welchen konkreten Umfang der Datenangriff tatsächlich hat, ist im Moment noch schwer absehbar“, teilte Dagmar Freitag am Vormittag auf Anfrage mit. 

„Unsere interne Recherche nach Datenlecks auf meinen dienstlichen und privaten Mail-Accounts zeigt keine neuen Auffälligkeiten. Nur für den dienstlichen Haupt-Account wird für das Jahr 2016 ein Datenleck vermerkt. Das war uns aber bekannt, und die Sicherheitseinstellungen sind damals massiv verstärkt worden.“

Dr. Matthias Heider (CDU)

Dr. Matthias Heider spricht von einem „schwerwiegenden Angriff. Es wurden teils sehr persönliche Daten von Journalisten, Künstlern und Politikern ins Internet gestellt. Diese Daten wurden vermutlich durch Hacker-Angriffe erbeutet.“ Er selbst sei nicht betroffen.

„Nach meinen derzeitigen Informationen wurden keine Daten von mir oder meinem Büro veröffentlicht. Welche Daten abgeschöpft wurden oder wie die Personen ausgewählt wurden, deren Daten veröffentlicht wurden, ist mir nicht bekannt. Das Bundesinnenministerium, das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Bundestagsverwaltung arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung.“

Johannes Vogel (FDP)

Auch Johannes Vogel verurteilt den Hackerangriff auf das Schärfste. Er selbst sei nicht gehackt worden, teilte sein Berliner Büro am Morgen mit. Nichtsdestotrotz tauchte er am Nachmittag auf einer Liste von Politikern auf, die vom Datenklau betroffen sind. Grund ist, dass über die unbekannten Täter über einen gehackten Account eines Bundestagskollegen an Kontaktdaten von Vogel gelangt sind, die sie dann auf Twitter veröffentlicht haben.

Weitere Betroffene 

Auf der Liste der Opfer tauchen mit der Petra Crone (SPD) aus Kierspe und Christel Voßbeck-Kayser (CDU) aus Altena auch zwei ehemalige Bundestagsmitglieder aus dem Märkischen Kreis auf

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