Schaden noch unklar

Hacker-Angriff! Unternehmen im MK betroffen

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Symbolbild

Das E-Mail-Fach einer Firma im Kreisgebiet ist gehackt worden. Ein Unbekannter verschickt nun in ihrem Namen elektronisch Briefe. Die Polizei warnt.

Plettenberg - Ein Mitarbeiter des Plettenberger Unternehmens hatte am Donnerstag (4. Juli) eine angebliche Mail eines nordeuropäischen Kunden bekommen, eine Anlage geöffnet und dort E-Mail-Adresse und einen längeren Code eingegeben.

Am Tag darauf meldete sich die ausländische Firma und teilte mit, dass ihr Mail-Konto gehackt worden sei. Die Firma riet auch ihrem Geschäftspartner, sofort alle Passwörter zu ändern. Doch in der Zwischenzeit hatte ein Unbekannter offenbar bereits begonnen, auch im Namen der märkischen Firma Mails zu verschicken.

So teilte ein anderer ausländischer Kunde mit, dass er nächste Woche bezahlen werde und bestätigte die angebliche Konto-Änderung. Ob tatsächlich ein Schaden entstanden ist, steht noch nicht fest.

"Hallo, mein Opfer": Eine Sex-Erpresser-Mail im Wortlaut

Betrügerische E-Mails werden immer raffinierter. Die Polizei mahnt zur Vorsicht - auch Privatnutzer. In Mails und ihren Anhängen versteckt sich immer wieder Schadsoftware. Auch Nachrichten in sozialen Netzwerken sind nicht immer sicher. Deswegen immer prüfen, wer hinter der Nachricht steckt.

Das rät die Polizei:

Die Mahnung, nur Mails von vertrauten Absendern zu öffnen, reicht nicht mehr. Immer wieder kommt es zum Beispiel vor, dass in Bewerbungsschreiben Schadsoftware versteckt wird. Kein Geldinstitut oder sonstiger Dienstleister verschickt Mails, in denen er PINs, TANs oder Kennwörter abfragt. Auch am Telefon sollten solche Fragen nie beantwortet werden.

Statt fragwürdigen Links zu folgen, die vermeintlich auf Bankseiten führen, sollten immer die bekannten und sonst immer genutzten Web-Adressen genutzt werden, die man händisch eingibt oder in seinen Favoriten abgespeichert hat. Angebliche Kontoänderungen sollten geprüft werden. Hinweise zur Sicherheit auch zum Beispiel zu Einstellungen des Browsers gibt es hier beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Das Mailfach ist Dreh- und Angelpunkt vieler Betrügereien. Bei vielen anderen Diensten lassen sich Passwörter zurücksetzen, indem der Nutzer auf eine verschickte Mail reagiert. Hat ein Betrüger Zugriff aufs Mailkonto, bekommt er leicht auch Zugriff auf Kundenkonten. Deshalb sollte das Mailkonto durch ein wirklich starkes Kennwort gesichert werden.

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