Aufräumarbeiten gehen weiter

„Großeinsatzlage“ im MK aufgehoben: Das passiert in den nächsten Tagen

Hochwasser im Rahmedetal bei Lüdenscheid.
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Hochwasser im Rahmedetal bei Lüdenscheid

Die „Großeinsatzlage“ im Märkischen Kreis ist am Donnerstag um Mitternacht aufgehoben worden. Entwarnung bedeutet das noch nicht. Immer noch gibt es viele Einsätze im Kreisgebiet. Bis Freitagmittag zählte der Kreis rund 3.500 Einsätze in Zusammenhang mit der Flutkatastrophe.

Die Wasserpegel von Hönne, Lenne und Volme fallen. Trotzdem ist das Ausmaß der Schäden im Märkischen Kreis nach dem Unwettertief „Bernd“ enorm. Ein Überblick nach zweieinhalb Tagen Ausnahmezustand.

Neben den einheimischen Einsatzkräften sind derzeit noch Räumungskräfte des THW aus dem Regierungsbezirk Arnsberg im Märkischen Kreis im Einsatz. Alle anderen überörtlichen Einsatzkräfte sind in der Nacht von Donnerstag auf Freitag abgerückt – die letzten um 2 Uhr. Insgesamt waren mehr als 300 Einsatzkräfte aus den Regierungsbezirken Arnsberg und Detmold im Märkischen Kreis im Einsatz.

Gab es Tote und Verletzte? Wie berichtet, sind zwei Feuerwehrmänner aus Altena (46 Jahre) und Werdohl (52 Jahre) ums Leben gekommen. Vier Feuerwehrmänner wurden bislang verletzt – zwei durch Stromeinwirkung, zwei mit Brandverletzungen.

Was passiert jetzt und in den nächsten Tagen? Mehr als 100 Einsatzkräfte sind weiterhin in den Städten und Gemeinden vor Ort. Altena und Nachrodt sind besonders schwer betroffen. Hier gibt es weiterhin Bereiche, die von außen nicht zugänglich sind. Die Feuerwehreinsatzkräfte ermitteln darüber hinaus, welche Gebäude und Straßen noch tragfähig sind, und pumpen unter anderem Gewerbebetriebe und Keller leer. „Das wird auch noch einige Tage andauern“, sagt Kreisbrandmeister Michael Kling.

Dringender Appell: Weiterhin gilt: Der Märkische Kreis und die Kreisleitstelle appellieren eindringlich an betroffene Bürgerinnen und Bürger, überflutete Kellerräume nicht zu betreten. In überfluteten Räumen sollten auf keinen Fall elektrische Gegenstände genutzt werden – es besteht weiterhin Lebensgefahr!

Unglaubliche Hilfsbereitschaft: „Das ist überragend“, sagt Kreisbrandmeister Michael Kling über den „Riesenansturm“ an Hilfsangeboten, den die Einsatzkräfte mittlerweile erreicht – angefangen von Privatleuten, Unternehmen bis hin zu Handelsketten. Viele Bürgerinnen und Bürger melden sich. Sie sollten sich bitte nur nicht an die Notrufnummer 112 wenden, sagt die Leitstelle, weil die 112 für Notfallsituationen freigehalten werden muss.

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