Warn-App "Nina" wird aktiviert

Warntag: Alle Sirenen heulten gleichzeitig im MK - Lüdenscheid erstmals dabei

In ganz Deutschland sind am heutigen Donnerstag um 11 Uhr die Warnsirenen ertönt - auch im Märkischen Kreis. Erstmals kamen dabei auch digitale Sirenen in Lüdenscheid zum Einsatz - auch wenn sich das Sirenennetz in Lüdenscheid noch im Aufbau befindet.

In Deutschland wurden heute sämtliche Sirenen um 11 Uhr ausgelöst. Sirenen und Lautsprecherwagen fingen an zu heulen und die Handy-Warn-App Nina versendete eine Probewarnmeldung. Eine solche Warnübung wurde erstmals bundesweit durchgeführt. Der Testlauf dauerte 20 Minuten.

In Lüdenscheid wurden an neun Stellen im Stadtgebiet Sirenen ausgelöst. In einigen Städten und Gemeinden, so in Lüdenscheid, waren Ende der 80er-Jahre die Sirenenanlagen abgebaut worden – wie es nach dem Kalten Krieg durch den Bund beschlossen worden war. 

29 Standorte für Lüdenscheid geplant

„Wir stehen hier im Kreis mit unserer Infrastruktur schon gut da“, sagt Kreisbrandmeister Michael Kling. „Die meisten Kommunen stellen aktuell auf elektronische Sirenen um oder haben das bereits getan.“ Insgesamt 29 Standorte sieht das digitale Sirenennetz für Lüdenscheid vor. Wie geplant hat die von der Stadtverwaltung beauftragte Fachfirma in diesem Jahr mit der Installation der ersten Warnanlagen begonnen. 

Diese voll funktionsfähigen Sirenen befinden sich an folgenden acht Standorten: 

  • Mosaikschule, Dannenbergstraße 
  • Berufskolleg am Raithelplatz 
  • Kluser Schule, Kluser Straße 
  • Vereinshalle Brügge, Volmestraße 
  • Zentrallager Mark-E AG, Aßmannstraße 
  • Märkische Kliniken, Paulmannshöher Straße 
  • Dietrich-Bonhoeffer-Seniorenzentrum, Bonhoefferstraße  
  • Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb, Am Fuhrpark  

Mobile Sirene auf dem Kreishaus in Lüdenscheid

Dazu wird die Kreisverwaltung eine mobile Sirene auf dem Dach des Kreishauses platzieren. Einen genauen Termin zur Fertigstellung des gesamten Lüdenscheider Sirenennetzes gibt es bislang nicht. 

Verzögerungen in Lüdenscheid durch Corona

„In Deutschland gibt es nur sehr wenige Fachfirmen, und das Coronavirus hat für Verzögerungen gesorgt. Wir hoffen aber, dass die Sirenen spätestens 2022 an allen vorgesehenen Standorten einsatzbereit sind“, sagt Martina von Schaewen, Leiterin des Fachdienstes Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung. 

Erster bundesweiter Warntag

Mit dem bundesweiten Warntag – einer gemeinsamen Aktion von Bund, Ländern und Kommunen – sollte die Warn-Infrastruktur getestet werden. Der Warntag dient auch dazu, die Bevölkerung für Alarmierungen zu sensibilisieren. Über die Sirenen können Menschen unter anderem vor extremen Unwettern, Großbränden oder Angriffen gewarnt werden. 

Der bundesweite Warntag soll künftig an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden, haben Bund und Länder angekündigt. 

Rubriklistenbild: © Stefan Herholz

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