Chemikalien im Wasserschutzgebiet entsorgt

Giftmüll-Funde im MK: Ermittlungen eingestellt

ABC-Einsatz: Mit Schutzanzügen nähern sich die Feuerwehrleute den Kanistern an der Fuelbecke-Talsperre in Altena
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ABC-Einsatz: Mit Schutzanzügen näherten sich die Feuerwehrleute den Kanistern an der Fuelbecke-Talsperre in Altena.

Der oder die Umweltsünder kommen ungeschoren davon: Es bleibt unklar, wer im Januar 2021 zahlreiche Giftfässer in zwei Wasserschutzgebieten im MK entsorgt hat. Obwohl es eine heiße Spur gab.

„Wir haben keinen Verursacher gefunden“, sagt Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli mit Blick auf die beiden Giftmüll-Funde an der Fuelbecke-Talsperre in Altena und am Honsel an der Ortsgrenze zwischen Iserlohn und Veserde.

Unbekannte hatten Ende Januar zunächst mehrere Fässer und Kanister mit teils giftigen Chemikalien wie Salzsäure und ätzender Natronlauge keine 40 Meter von der Fuelbecke-Talsperre entfernt in den Wald geworfen.

Etiketten führen zu Galvanik-Firma

Einen Tag später tauchten weitere Giftfässer und Tüten mit Chemikalien an einem Privatgrundstück am Honsel auf – beide Male im sensiblen Wasserschutzgebiet. Beide Funde löste ABC-Einsätze aus. Doch nach Erkenntnissen der Experten vor Ort gelangten keine Chemikalien in den Boden.

Die Fälle wiesen starke Ähnlichkeiten auf: An beiden Fundorten klebten Etiketten auf einigen Fässern, deren Spuren zu einer Galvanik-Firma in Iserlohn führten. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen auf, doch die führten ins Nichts. „Wir konnten nicht ermitteln, wer die Chemikalien aus der Firma wegtransportiert hat“, sagt Staatsanwalt Pauli auf Anfrage. Die Firma sei mittlerweile insolvent. Nun wurden die Ermittlungen eingestellt.

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