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Gesundheitsamt im MK: Alle Patienten auf der Intensivstation sind ungeimpft

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Von: Jan Schmitz

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Der Märkische Kreis hat auf Anfrage Daten zu den Covid-19-Patienten herausgegeben, die derzeit (9. September) im Krankenhaus behandelt werden. Auf den Intensivstationen liegen nur Ungeimpfte. Schwere Verläufe gibt es aber auch bei Geimpften.

Die Inzidenz hat zwar nicht ausgedient, als zentrales Bewertungskriterium der Corona-Lage sollen aber künftig andere Indikatoren herangezogen werden. Das hat der Bundestag am Dienstag beschlossen. Im Kreishaus hat der Krisenstab die Nachricht mit Genugtuung aufgenommen. Mehrfach hatten das heimische Gesundheitsamt und Landrat Marco Voge eine Abkehr von der Inzidenz als alleiniger Maßstab gefordert.

Neues Hauptkriterium ist künftig die Hospitalisierungsrate – also der Anteil der Infizierten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Er lag während der Pandemie zwischenzeitlich im Märkischen Kreis schon einmal bei 20 Prozent. Am Donnerstag (9. September) betrug die Hospitalisierungsrate dagegen etwa 2,5 Prozent. 25 der 977 Corona-Infizierten befanden sich zu dem Zeitpunkt in einer Klinik.

Ergänzt wird die Hospitalisierungsrate durch weitere Indikatoren wie die Anzahl der Neuinfektionen, die verfügbaren Intensivbetten und die Anzahl der Impfungen.

Welche Grenzwerte allerdings gelten und wer die Zahlen ans Robert-Koch-Institut melden muss, stand am Donnerstag noch nicht fest, wie Kreissprecher Alexander Bange mitteilte. Darüber entscheidet das Land NRW in den nächsten Tagen. Die Ausführungsbestimmungen werden im Kreishaus mit Spannung erwartet.

Von den 25 Covid-19-Patienten im Krankenhaus lagen am Donnerstag zwölf auf der Intensivstation. Zwei von ihnen mussten beatmet werden. Die Befürchtung, dass vermehrt auch junge Infizierte auf den Intensivstationen landen, hat sich im Märkischen Kreis bislang nicht bewahrheitet. Alle Intensivpatienten sind älter als 50, wie der Kreis auf Anfrage mitteilte. Und alle sind nach Angaben des Gesundheitsamts nicht geimpft.

Von den 25 stationär aufgenommen Covid-19-Patienten sind nach Kreis-Angaben nur fünf jünger als 50. Vier Erkrankte sind zwischen 20 und 39 Jahre alt. Zudem wird ein Kind unter zehn Jahren auf der Isolierstation betreut. Auf der Isolierstation liegen aber auch Geimpfte - sogenannte Impfdurchbrüche. Acht der 13 Patienten auf den Isolierstationen waren geimpft - sieben von ihnen vollständig. Auf der Intensivstation liegen dagegen nur Ungeimpfte (Stand 9. September).

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