Überstunden als Gegenleistung

Gespräche über Dura Anfang 2017

Plettenberg - Die amerikanische Geschäftsführung des Plettenberger Unternehmens Dura hat Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall für das erste Quartal nächsten Jahres in Aussicht gestellt. Außerdem wurde zugesagt, bis zum Jahresende keine Insolvenz anzumelden.

Als Gegenleistung fordert das Management, dass Überstunden an Wochenenden und Feiertagen geleistet werden. Nur dann solle im nächsten Jahr über die Zukunft der Belegschaft gesprochen werden. Ende vergangenen Jahres hatte die US-Geschäftsführung den Abbau von 850 Stellen der 1300 Arbeitsplätze in Plettenberg angekündigt. Seitdem kämpft die Belegschaft um den Erhalt des Standortes.

Torsten Kasubke, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis und Verhandlungsführer für die Arbeitnehmerseite, erklärte am Wochenende: „Auf Druck des Betriebsrates und der IG Metall wurden jetzt endlich die bereits fälligen Überstundenentgelte ausgezahlt. Die Beschäftigten wollen auch über die weiter verlangte Mehrarbeit reden, wenn endlich in die Verhandlungen konstruktiv eingetreten wird. Nach fast einem Jahr hat die Belegschaft einen Anspruch darauf. Hier ist der Arbeitgeber in der Bringschuld – und schon lange im Verzug.“  - MZV

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