CDU fordert Breitbandausbau

Bei der Internetversorgung ist Hochgeschwindigkeit ausdrücklich erwünscht. Die CDU ihn Südwestfalen fordert den Breitbandausbau auch für die ländliche Region mit Nachdruck.

SÜDWESTFALEN -  Der Breitbandausbau steht für die Wirtschaft ganz oben auf der Wunschliste. Deshalb geht auch die CDU in den fünf südwestfälischen Kreisen mit diesem Thema in die Offensive.

„Wir sind stolz darauf, dass wir die drittstärkste Wirtschaftsregion Deutschlands bilden. Mittelständische Unternehmen mit hochspezialisierten Produktionsverfahren versorgen Abnehmer überall auf der Welt“, so der Bezirksvorsitzende Klaus Kaiser.

Im krassen Gegensatz zur Hightech-Ausstattung innerhalb der Fabrikhallen steht nach Angaben des Landtagsabgeordneten die Telekommunikationsstruktur oft weit im Abseits. Auf Sicht könne sich dieses Standortproblem zu einer erheblichen Wachstumsbremse in der Region entwickeln. Die südwestfälischen CDU-Abgeordneten haben daher die Breitbandversorgung zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte gemacht.

Im vergangenen Jahr haben die Christdemokraten aus dem Märkischen Kreis, aus Siegen, Olpe, dem Hochsauerlandkreis sowie aus dem Kreis Soest von der Landesregierung in zwei kleinen Anfragen nach Perspektiven für die Menschen und Unternehmen gefragt. „Da in der Antwort der rot-grünen Landesregierung keine Perspektive für schnelles Internet in Südwestfalen erkennbar waren, haben sich die sieben CDU-Landtagsabgeordneten dafür eingesetzt, dass zukünftig verstärkt europäische Mittel für den Breitbandausbau verwendet werden können. Der Antrag wurde wider besseres Wissen abgelehnt“, unterstrich Kaiser.

Damit bleibe weiterhin unklar, wie die weißen Flecken in Südwestfalen beseitigt werden können. Der Breitbandatlas der Bundesregierung zeige viele Orte mit erheblichem Handlungsbedarf aus. Das Surfen mit 50 MBit pro Sekunde sei in vielen ländlichen Regionen noch nicht möglich. So erreiche Schalksmühle nur einen Anteil von 0,23 Prozent, Kierspe nur 0,04 Prozent, und Meinerzhagen zähle noch gar nicht zu diesem Leistungsniveau. Mit solchen Bandbreiten bauten sich Webseiten schnell auf, Downloads und Uploads funktionierten rasend schnell, und anspruchsvolle Anwendungen ließen sich problemlos versenden. In den anderen Kreisen sehe die Lage nicht besser aus, erklärt der Bezirksvorsitzende.

Aus diesem Grund erwarte die Union in Südwestfalen ein entschlossenes Handeln. „Statt runde Tische einzuberufen, sollte die Landesregierung endlich einen Masterplan vorlegen.“

Die Landtagsabgeordneten der CDU Südwestfalen fordern ganz konkret:

Bei Maßnahmen wie der Sanierung von Bundes- oder Landesstraßen sei zukünftig die Verlegung von Leerrohren mit zu berücksichtigen, damit die passive Infrastruktur für den Breitbandausbau verbessert werde. Dadurch ließen sich die Kosten bei der Verlegung von schnellem Glasfaserkabel erheblich reduzieren.

„Da die Landesregierung unseren Vorschlag einer Erhöhung der europäischen Mittel für den Breitbandausbau abgelehnt hat, muss sie jetzt prüfen, ob sie das Ziel durch ein eigenes Landesprogramm erreichen kann. Andere Bundesländer praktizieren dies bereits seit langer Zeit sehr erfolgreich. Ein Blick nach Bayern oder Hessen verrät, wie das erfolgreich umgesetzt wird.“

Bislang hänge der Ausbau auch maßgeblich von der Einschätzung der örtlichen Verwaltungen ab. „Deshalb müssen die Beratungsleistungen des Landes qualitativ und quantitativ verbessert werden. Auch hier sind andere Bundesländer deutlich weiter“, erklärte der CDU-Bezirksvorsitzende abschließend.  - be

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare