Feuerwehr kann nicht anleitern: Rathaus im MK muss teilweise geräumt werden

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Die beiden oberen Stockwerke im Iserlohner Rathaus müssen geräumt werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist.

Iserlohn - Im Iserlohner Rathaus müssen die Büros in der 5. und 6. Etage geräumt werden. Im Zuge der Überprüfung des Brandschutzkonzeptes für das Rathaus hat sich gezeigt, dass ein zweiter Fluchtweg für die beiden oberen Stockwerke, wie er im Brandfall vorhanden sein muss, nicht sicher nachgewiesen werden kann.

Das „Anleitern“ mit der Drehleiter der Feuerwehr ist nur bis zum vierten Obergeschoss möglich. Die Stadt muss das Thema Brandschutz im Rathaus neu beleuchten. Zum einen, weil durch den noch in diesem Jahr geplanten Abriss der Schillerplatzbrücke ein Fluchtweg für das Rathaus entfällt. 

Zum anderen, weil das Gebäude mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Eine Lösung, durch den Bau von Gerüsten und Leitern auf den Dächern des Rathauses einen zweiten Fluchtweg für die beiden oberen Stockwerke zu ermöglichen, lässt sich nach Prüfung durch einen Fachbetrieb nicht kurzfristig umsetzen. Hier müsse mindestens von einer Dauer von acht bis zwölf Wochen ausgegangen werden.

 Deshalb hat Iserlohns Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens aus Sicherheitsgründen angeordnet, dass die Räume in der 5. und 6. Etage des Rathauses ab sofort nicht mehr als Büros genutzt werden dürfen. 

Dort befinden sich die Büros der Schulverwaltung, des Personalrates, des Kulturreferates, der Bereichsleitung Integration und Teilhabe und des Zentralen Schreibdienstes. Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden als Übergangslösung Arbeitsplätze in vorübergehend freistehenden Büros und Besprechungsräumen zur Verfügung gestellt. 

Das dem Architekturstil des „Brutalismus“ zugeordnete Bauwerk aus dem Jahr 1974 wurde mit der Nummer 240 in die Denkmalliste der Stadt Iserlohn eingetragen. Unter Denkmalschutz stehen die äußere Architektur des Betonbaus und das Foyer.

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