Bausachverständiger überprüft Statik des Gebäudes / Fotostrecke online

Feuerwehr-Einsatz in Ahelle: "Feuer aus" um 5.30 Uhr

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[Update 8.15 Uhr] Lüdenscheid/Halver - Der Feuerwehr-Einsatz im Bereich Schiefe Ahelle zwischen Lüdenscheid-Brügge und Halver-Oberbrügge direkt an der B54 dauerte über Nacht an: Eine Brandwache blieb vor Ort. Um 5.30 Uhr wurde offiziell "Feuer aus" gemeldet, um 6 Uhr konnten die letzten Kräfte einrücken. 

Am frühen Morgen hat die Feuerwehr das Gebäude zum Zweck der Eigentumssicherung an die Polizei übergeben. Ein Statiker habe die Standfestigkeit des Hauses überprüft, so Jörg Weber, Pressesprecher der Lüdenscheider Wehr am Morgen. Schon in der Nacht habe das THW Stützen eingesetzt, um eine abgehängte Decke vor dem Herabstürzen zu sichern. Die grundlegende Statik des Gebäudes sei aber nicht wesentlich beeinträchtigt. 

Der Löschzug Brügge und der Einsatzleitwagen des Löschzuges Stadtmitte waren bis in die späte Nacht vor Ort geblieben. Eine Brandwache blieb über Nacht, um direkt eingreifen zu können, sollten Glutnester unentdeckt geblieben sein und plötzlich wieder aufflammen. Passiert ist das glücklicherweise nicht. 

Feuerwehr-Einsatz in Ahelle: B 54 stundenlang gesperrt

Im Bereich Schiefe Ahelle hatte sich kurz nach 17 Uhr in einem Wohnhaus offensichtlich bei der Inbetriebnahme eines Kamins ein Feuer in der Decke zwischen Erdgeschoss und erstem Obergeschoss entwickelt.

Halbseitige Sperrung bleibt vorerst bestehen

Die Polizei sperrte die B 54 im Einsatzbereich komplett und leitete den Verkehr um. Die halbseitige Sperrung hatte bis in die Nacht Bestand.

Die anfänglich umfangreiche Rauchentwicklung war relativ zügig zurückgegangen, nichtsdestotrotz war die Feuerwehr mit zahlreichen Fahrzeugen und Einsatzkräften vor Ort und bekämpft mögliche Schwelbrände. "Solche Brände in alten Gebäuden und Fachwerken sind sehr, sehr zeitaufwändig", sagte Jörg Weber, Pressesprecher der Feuerwehr Lüdenscheid am Dienstagmorgen. "Man kann von Glück sagen, dass das Feuer früh genug erkannt worden ist, das hätte auch ein Kollateralschaden werden können."  

So ist die aktuelle Verkehrslage vor Ort

16 Fahrzeuge (inklusive Rettungsdienst) und etwa 80 Einsatzkräfte waren es in der Spitze des Einsatzes, die vor Ort waren. Eine Person wurde vorsorglich mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

In der Zwischendecke des Gebäudes mussten zahlreiche Glutnester gelöscht werden, die nach dem Öffnen des Bodens entdeckt worden waren. Für das Öffnen der hölzernen Bauelemente wurden auch Kettensägen eingesetzt, Holzteile aus dem Gebäude gebracht und dort weiter abgelöscht.

Besteht sogar Einsturzgefahr für Teile des Gebäudes?

Im Laufe des Abends war auch ein Bausachverständiger ebenso hinzugezogen wie der zuständige Bezirksschornsteinfeger und das Technische Hilfswerk (THW). Die Kräfte des THW stützten einige Deckenbereiche zunächst einmal provisorisch ab und konnten ihren Einsatz nach 22 Uhr beenden.

Der Sachverständige sollte begutachten, ob die Zwischendecke und ggf. auch Wände durch das Feuer und die damit verbundene Hitzeentwicklung statisch in Mitleidenschaft gezogen worden sind. 

Rauch quoll durch den Fußboden im Obergeschoss

Ein Bewohner der Wohnung im ersten Obergeschoss hatte um 17.06 Uhr die Feuerwehr alarmiert, weil er bemerkt hatte, dass Qualm aus seinem Fußboden quoll.

Unter Atemschutz gingen Einsatzkräfte der Feuerwehr vor, öffneten den Boden, um an die Glutnester heranzukommen und diese abzulöschen.

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