OVG rollt teure Feier noch einmal auf

Fabian Ferbers Berufung zugelassen

Fabian Ferber

Märkischer Kreis - Fabian Ferber, SPD-Kreistagsabgeordneter und ehemaliger Vorsitzender der Jusos im Märkischen Kreis, darf wieder hoffen: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster wird seinen Fall in einem Berufungsverfahren neu aufrollen.

Zur Erinnerung: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte im Dezember 2013 Ferber aus seiner Zeit als Asta-Vorsitzender der Ruhr-Universität Bochum sowie seinen damaligen Finanzreferenten für die finanzielle Pleite eines Konzertes verantwortlich gemacht.

Wegen grober Fahrlässigkeit wurden beide zu einer Schadenersatzzahlung von 176.000 Euro verurteilt. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) hatte zum Jahresabschluss 2007 ein Konzert mit viel Prominenz aus der Musikszene geplant.

Ferber und sein damaliger Finanzreferent gaben grünes Licht. Doch statt der erwarteten 5000 Besucher kamen nur 1400 Gäste. Der Abend endete mit einem Minus von 230.000 Euro.

Die Betroffenen legten umgehend Rechtsmittel ein, da es aus ihrer Sicht keine grob fahrlässige Pflichtverletzung gegeben habe. Mit Beschluss vom 4. Mai hat der 15. Senat des Oberverwaltungsgerichts Münster die Berufung gegen das Gelsenkirchener Urteil zugelassen.

Wegen der „besonderen tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten der Rechtssache“ habe das OVG die Berufung zugelassen, heißt es zur Begründung.

Das erste Verfahren habe eine Reihe von Aspekten unberücksichtigt gelassen und nicht alle Details geprüft, so Ferber. Deshalb sei es wichtig, in einem zweiten Prozess mit einem neuen Beweisverfahren die Sache noch einmal aufzurollen. Allerdings gebe es noch keinen Prozesstermin. „Nach mehr als acht Jahren wird eine sichere Beweisführung aus allen Blickwinkeln sicher nicht einfach.“ - be

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