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Erster Fall von Affenpocken im MK

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Von: Christos Christogeros

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Affenpocken - Tests
Der erste bestätigte Affenpocken-Fall im Märkischen Kreis wurde jetzt in Menden registriert. © Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa

Nun haben die Affenpocken auch den Märkischen Kreis erreicht: In Menden wurde der erste Fall kreisweit gemeldet.

Märkischer Kreis - Im Märkischen Kreis gibt es den ersten bestätigten Fall einer Affenpocken-Infektion. Die Person, ein Mann mittleren Alters aus Menden, befindet sich in Quarantäne. Der Krankheitsverlauf ist mild, teilt der Märkische Kreis mit.

Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit beim Kreis: „Die betroffene Person hat einen sehr milden Krankheitsverlauf mit leichten grippalen Symptomen und wenigen Bläschen auf der Haut. Sie wird – wie vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin vorgegeben – für mindestens drei Wochen in Quarantäne sein. Das ist die Mindestzeit unter der Voraussetzung, dass die Bläschen dann abgeheilt sind. Eine vorzeitige Aufhebung der Isolation vor den 21 Tagen ist nicht vorgesehen. Enge Kontaktpersonen, bei denen die Gefahr einer Übertragung bestehen könnte, sind nicht bekannt.“

In den meisten Fällen verlaufe die Infektion bei der hier vorliegenden Westafrikanischen Variante harmlos. Schmidt: „Die Übertragung von Affenpocken ist nicht zu vergleichen mit der Übertragung des Coronavirus. Deshalb besteht kein Grund zur Panik. Bei entsprechenden Symptomen oder engem Kontakt zu Personen mit solchen Symptomen sollte man sich selbst isolieren und schnellstmöglich untersuchen lassen.“ Dafür sei der behandelnde Arzt zuständig.

Zu den klassischen Symptomen gehören Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, außerdem Flecken, Knötchen und Bläschen auf der Haut. Affenpocken können in Einzelfällen aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen.

Affenpocken sind eine auf ein Virus zurückgehende Erkrankung. Der Erreger wurde erstmals im Jahr 1958 in einem dänischen Labor bei Affen nachgewiesen – deswegen der aktuelle Name. Übertragungen von Mensch-zu-Mensch sind nach aktuellen Erkenntnissen selten, aber möglich, vor allem bei engem Kontakt. In Deutschland wurde der erste Fall im Mai 2022 identifiziert.

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