Viele Einsätze für die Polizei

Ereignisreicher Jahreswechsel: Einschusslöcher in Fenster, Festnahme wegen Feuerwerk

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Symbolfoto

Märkischer Kreis - Die Polizei im Märkischen Kreis hat einen ereignisreichen Jahreswechsel hinter sich: Rund um Silvester wurden die Beamten zu zahlreichen Einsätzen gerufen. In Werdohl wurde beispielsweise auf zwei Fenster geschossen, in Iserlohn wurde ein uneinsichtiger Feuerwerks-Randalierer festgenommen. Und es gab weitere "spezielle" Vorfälle.

Zwei Einschüsse in einem Haus

Ein lauter Knall schreckte am Silvesterabend ein Ehepaar am Klosterweg in Werdohl auf. "Als sie gegen 22.45 Uhr dem Geräusch nachgingen, stellten sie einen Einschuss in einem ihrer Fenster fest", berichtet die Polizei. 

Doch das war nicht der einzige Einschuss, der im Haus festgestellt wurde: Bewohner einer weiteren Wohnung des Hauses machten bei ihrer Rückkehr gegen 3.30 Uhr eine ähnliche Entdeckung, auch hier wies ein Fenster einen Einschuss auf. 

Dieses Einschussloch stellte ein Ehepaar in einem Fenster ihrer Wohnung fest (für Vollbild oben rechts klicken).

"Die vorgefundenen Projektile lassen den Rückschluss zu, dass eine scharfe Schusswaffe verwendet wurde. Hinweise, dass es sich um einen gezielten Beschuss gehandelt hat, haben sich bislang nicht ergeben", teilt die Polizei mit, die nun wegen Sachbeschädigung ermittelt und dringend Zeugen sucht. Wer am Tatabend Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Polizei Werdohl unter 02392/9399-0 zu melden.

Gewahrsam statt Silvesterfeuerwerk

Ein unbelehrbarer 39-Jähriger musste den Jahreswechsel im Gewahrsam der Iserlohner Polizei verbringen. Schon vor Mitternacht zündete der Mann laut Polizei aus seinem Wohnungsfenster heraus Raketen und schmiss immer wieder Feuerwerksknaller auf den Fußweg vor seinem Haus. Das Feuerwerk begleitete der Mann durch laute Musik. 

Den hinzu gerufenen Polizeibeamten öffnete der Mann erst nach "mehrminütigem Dauerklingeln" die Wohnungstür. "Alle Appelle, das gefährliche Zünden von Raketen aus der Wohnung zu unterlassen und die Musik leiser zu stellen, verhallten ungehört", heißt es im Polizeibericht. 

Doch es wurde noch schlimmer: "Später ging der Mann mit gehobenen Händen auf einen Polizeibeamten los und bedrohte die Beamten verbal", teilt die Polizei mit. Diese nahmen ihn schließlich zur Verhinderung weiterer Straftaten und Ordnungsstörungen mit zur Polizeiwache, wo der nach Angaben der Polizei nicht alkoholisierte Mann die Nacht im Gewahrsam verbrachte. "Er muss sich nun nicht nur wegen Ruhestörung und Belästigung verantworten, sondern auch wegen Bedrohung", so die Polizei abschließend.

"Feuerwerk" aus Schreckschusspistole

Ein 18-jähriger Altenaer begrüßte das neue Jahr an der Altenaer Nordstraße mit Schüssen aus einer Schreckschusspistole und wunderte sich, dass plötzlich Polizeibeamte vor ihm standen. Gegen 0.30 Uhr am Neujahrsmorgen war die Ballerei beendet, die Polizei stellte Waffe und Munition sicher. 

Der 18-Jährige räumte die Schüsse ein. Wie die Polizei beirchtet, war er nach eigenen Angaben davon ausgegangen, die im Internet erworbene Pistole benutzen zu dürfen. "Der Besitz solcher Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signal-Waffen ist in der Tat nicht verboten. Wer sie allerdings außerhalb des eigenen Hauses mitführen will, der braucht den sogenannten 'Kleinen Waffenschein'", stellt die Polizei klar. 

Ohne diesen Waffenschein begehe der Besitzer eine Straftat. Aber selbst mit einem "Kleinen Waffenschein" dürften Besitzer ihre Waffen nur verdeckt tragen und nicht einsetzen. "Das gilt auch in der Silvester-Nacht", teilt die Polizei mit.

Passanten mit Axt bedroht

Mit einer Axt in der Hand stellte sich am Silvesterabend ein Mann "An der Steinert" in Hemer Passanten in den Weg und bedrohte sie. "Gegen 18.40 Uhr lief der Mann über den Gehweg, eine Axt über dem Kopf haltend. Er habe Schlagbewegungen in Richtung der Bedrohten 'angedeutet', jedoch nicht ausgeführt", berichtet die Polizei. 

Der Mann soll laut Zeugenaussagen etwa 40 bis 45 Jahre alt und rund 1,70 Meter groß sein und schwarze, kurze Haare haben. Er trug demnach eine braune Jacke und sprach schlechtes Deutsch. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei blieb ohne Erfolg. Die Polizei bittet um Hinweise unter 02372/9099-0.

250 leere Patronenhülsen an Schule gefunden

Mehr als 250 Patronenhülsen fand ein Zeuge an Neujahr an der Martin-Luther-Schule in Iserlohn. Die Polizei stellte die leergeschossenen Hülsen sowie eine ungenutzte Patrone sicher, die allesamt vor dem Eingangsbereich lagen. 

Diese leeren Patronenhülsen wurden an einer Iserlohner Schule gefunden (für Vollbild oben rechts klicken).

"Der Fund lässt den Rückschluss zu, dass die Schüsse mit einer scharfen Waffe abgegeben wurden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz aufgenommen", so die Ermittler. 

Zu Schaden kam nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Sachdienliche Hinweise zum Vorfall nimmt die Polizei Iserlohn unter 02371/9199-0 entgegen.

Prügel für Beschwerde über verfrühte "Böllerei"

Bereits am vergangenen Freitag, also drei Tage vor Silvester, sorgten Jugendliche mit dem Zünden von Feuerwerk in Letmathe für Ärger: Gegen 20 Uhr forderte ein 31-jähriger Nachrodter die fünf- bis sechsköpfige Gruppe männlicher Jugendlicher "Am Erbsenbach" auf, das Abbrennen vom Feuerwerk auf dem nahegelegenen Spielplatz zu unterlassen. 

"Nach einer verbalen Auseinandersetzung wurde der Geschädigte von mehreren Personen ergriffen und erhielt einen heftigen Faustschlag ins Gesicht. Hierbei wurde er leicht verletzt. Er kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus Letmathe", schildert die Polizei den Vorfall. 

Zeugen des Vorfalles werden gebeten, sich bei der Polizei Letmathe unter 02374/50290 zu melden.

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