Diverse Fälle in vielen Kommunen

Enkeltrick-Betrüger mit Corona-Masche im MK unterwegs

Telefon
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Vorsicht, Enkeltrick! Betrüger sind mit zwei perfiden Maschen im MK unterwegs.

Es geht um Leben und Tod: Mit dramatischen Anrufen versuchen derzeit Trickbetrüger bei Senioren im MK abzukassieren - mit zwei besonders perfiden Maschen. Sie erzählen Lügenmärchen von Corona oder Verkehrsunfällen.

Märkischer Kreis - Vor mehreren Varianten des Enkeltricks warnen die Polizei im MK und die Sparkasse: Betrüger nutzen derzeit zwei perfide Maschen und wollen Geld mit Lügengeschichten von tragischen Verkehrsunfällen und Corona-Erkrankungen im MK erbeuten. Derzeit versuchen die Betrüger ihr Glück bei vielen Senioren im ganzen MK.

Vor dem Verlust einer hohen Summe bewahrte ein Bankmitarbeiter einen Mann aus Altena. Im Servicecenter der Vereinigten Sparkasse im MK meldete sich ein Kunde, der Bedarf an einem höheren Bargeldbetrag anmeldete. Der Mann sei dann an einen Kundenberater weitergeleitet worden, der sich nach den Hintergründen des Geldbedarfs erkundigt habe, berichtet Sparkassen-Pressesprecher Tomislav Majic.

Sparkassen-Mitarbeiter verhindert Betrug

Der Kunde habe erzählt, seine Tochter sei sehr schwer an Corona erkrankt und liege auf einer Intensivstation. Ihr könne nur geholfen werden, wenn ein Spezialist aus den USA eingeflogen werde. Das zahle die Krankenkasse nicht, deshalb benötige er das Geld.

Der Sparkassenmitarbeiter habe dem Kunden mitgeteilt, dass die Auszahlung einer solchen Summe einen gewissen Vorlauf benötige und ihm zugesagt, alles in die Wege zu leiten und sich dann wieder zu melden, schildert Majic. Allerdings hat der Kollege zunächst recherchiert, dass der Mann tatsächlich zwei Töchter hat. Beide konnten durch das Geldinstitut ausfindig gemacht werden – und sind putzmunter.

Bargeld im Mülleimer gefunden

Riesen-Glück hatte auch ein 87-Jähriger aus Iserlohn: Tränenreich schilderte am Dienstag (31. August) ein Betrüger sein angebliches Schicksal am Telefon, wie die Polizei im MK berichtet. Der Anrufer erzählte dem Letmather, dass er sein Sohn sei. Er liege in einer Lungenklinik. Sein Leben hänge davon ab, dass er eine Spritze bekomme, die 160.000 Euro koste.

Auf dem Weg zu dem angeblichen Treffpunkt traf der Senior einen Nachbarn, der ihn aufhielt und dem er die Geschichte erzählte. Eine Zeugin fand die Geldtüte mit einer hohen Summe Bargeld in einem Mülleimer.

Lüdenscheiderin gibt wertvollen Goldschmuck her

Auf Lügenmärchen-Variante Nummer zwei fiel eine Seniorin (83) in Lüdenscheid herein: Sie überreichte Goldschmuck im fünfstelligen Wert. Ihr gaukelten Trickbetrüger am Telefon vor, dass ihr Kind einen schweren Verkehrsunfall hatte und ins Gefängnis soll. Mit dieser Masche waren Betrüger schon mehrfach erfolgreich im MK.

Doch eine Kaution könne den Betroffenen davor bewahren. Die Lüdenscheiderin ließ sich am Mittwoch (1. September) von dieser Lügenstory beeindrucken. Nach diversen Telefonaten - angeblich mit Anwalt und Staatsanwältin - war sie überzeugt und überreichte einem Abholer wertvollen Goldschmuck.

Polizei: „Ältere Mitbürger warnen“

Die Polizei stellt fest: „Die Telefone klingeln fast im gesamten Kreisgebiet.“ Ihr liegen Anzeigen aus Altena, Schalksmühle, Iserlohn, Lüdenscheid und Menden vor. Mal versuchen es die Betrüger mit der Lügengeschichte über einen vermeintlich schwer an Corona erkrankten Verwandten oder Freund, der eine teure medizinische Behandlung benötigt.

Die Betrüger wollen dabei Summen zwischen 50.000 und 160.000 Euro kassieren. Die Polizei appelliert dringend: „Bitte unbedingt ältere Mitbürger und Verwandte warnen.“ Die Ermittlungen der Polizei laufen. Betrüger versuchen immer wieder mit verschiedenen Maschen ihr Glück im MK.

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