Vorschlag: Sechs Prozent mehr Lohn für Beschäftigte von Mark-E und Enervie-Vernetzt

Streik bei Enervie: Urabstimmung über Vorschlag läuft

Bis Montag läuft noch die Urabstimmung unter den Verdi-Mitgliedern von Mark-E und Enervie-Vernetzt, ob der von Geschäftsführung und Gewerkschaft ausgehandelte Tarifvorschlag angenommen wird.

Hagen - Die Enervie-Geschäftsführung und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen Tarifvorschlag für die rund 800 Beschäftigten von Mark-E und Enervie-Vernetzt geeinigt. Danach erhalten die Mitarbeiter bis Ende 2020 gestaffelt sechs Prozent mehr Lohn. Ob das Ergebnis von den Mitarbeitern angenommen wird, ist noch offen. Die Urabstimmung läuft bis Montagvormittag.

  

Die Arbeitgeber und die Verhandlungskommission von Verdi hatten sich am Donnerstagabend verständigt.  Danach werden drei Prozent rückwirkend zum 1. April gewährt. Jeweils 1,5 Prozent werden zu Beginn des nächsten sowie des übernächsten Jahres fällig. Beide Seiten vereinbarten eine Laufzeit bis Ende 2020. 

Mit einer ganzen Reihe von Streikmaßnahmen hatte die Belegschaft seit dem 10. Juli für ihre Interessen gekämpft. Nach den festgefahrenen Tarifverhandlungen sprachen sich 87,3 Prozent der Mitarbeiter für Arbeitskampfmaßnahmen aus. Das erste Angebot der Arbeitgeber, eine Einmalzahlung von 1000 Euro zu leisten, wurde als unzureichend verworfen. 

„Wir haben jetzt kein bombastisches, aber ein durchaus akzeptables Ergebnis erzielt“, sagte gestern Betriebsratsvorsitzender Thomas Majewski, der zugleich Mitglied der Tarifkommission war. Die Vereinbarung betrifft ausschließlich die an den Haustarif gebundenen Mitarbeiter von Mark-E und Enervie-Vernetzt, nicht aber die Belegschaft der Stadtwerke Lüdenscheid, für die der Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) gilt. Für diesen Bereich hatten sich die zuständigen Partner im April auf ein durchschnittliches Lohnplus von 7,5 Prozent geeinigt. 

Die Vorstellung des Verhandlungsergebnisses habe am Freitag zu einer „heißen Diskussion“ unter den Arbeitnehmern geführt. „Ich habe aber kein Gefühl, in welche Richtung das Meinungsbild läuft“, sagte Majewski. Sollten sich mindestens 25 Prozent der betroffenen Verdi-Mitglieder für den Vorschlag aussprechen, gilt er als angenommen. Es war das erste Mal in der Geschichte des Unternehmens, dass die Belegschaft aus dem Haustarif die Arbeit niederlegte.

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