Jahreszeit ein Grund

Einbrüche im MK: Steckt Bande dahinter? Polizei gibt Tipps, wie man sich schützt

Im Märkischen Kreis kam es am Wochenende zu einer Reihe von Einbrüchen. Die Polizei kann ein organisiertes Verbrechen nicht ausschließen - und hat Tipps parat, wie man sich vor Einbrüchen schützen kann.

Märkischer Kreis - Keller-Einbruch in Halver, Gartenlauben-Raub in Menden, Motorrad-Klau in Herscheid, Pkw-Diebstahl in Plettenberg, Schul-und Wohnungseinbruch in Iserlohn sowie ein weiterer versuchter Beutezug in Letmathe: Am Wochenende kam es im Märkischen Kreis zu einer ganzen Reihe an Einbrüchen.

LandkreisMärkischer Kreis
HaupstadtLüdenscheid
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche1.061,06 Quadratkilometer
Einwohner410.222 (Dezember 2019)

Einbruch-Reihe im MK: Steckt organisierte Kriminalität hinter den Einbrüchen?

Die Quote an Einbrüchen im Märkischen Kreis war an diesem Wochenende hoch. In Iserlohn war es zum Beispiel zu einem Einbruch gekommen, bei dem die Einbrecher es auf Schmuck abgesehen hatten und bei ihrer Tat einen hohen Sachschaden hinterließen. Insgesamt sechs Einbrüche gab es von Freitag bis Sonntag im privaten Rahmen, hinzu kamen zahlreiche Taschendiebstähle und räuberische Delikte in der Öffentlichkeit.

Tatsächlich ist es möglich, dass es sich bei den Einbrüchen im MK um ein organisiertes Verbrechen handelt: „Das kann man bei Einbrüchen nie ausschließen“, erklärt Marcel Dilling, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis. Es sei nicht unüblich, dass Täter durch verschiedene Städte ziehen und es dann zu mehreren Verbrechen innerhalb eines Ortes oder eben Kreises kommt.

Andererseits sei die Zahl der Einbrüche am vergangenen Wochenende auch nicht so hoch, dass jenes Szenario zwingend auf der Hand liegt. „Es gibt ja auch genug sogenannte Gelegenheitsdiebe“, betont Dilling. Aktuell gebe es noch keine Anhaltspunkte - weder für ein organisiertes Verbrechen noch für viele vereinzelte Taten.

Einbrüche im MK: Jahreszeit ein Thema - Im Winter sind mehr Einbrecher unterwegs

Bereits unter der Woche hatte es einen Vorfall im Märkischen Kreis gegeben, wonach drei Einbrecher von der Polizei mit dem Hubschrauber verfolgt wurden. Ein Täter verletzte sich bei seiner Flucht schwer. Die Einbrecher waren am hellichten Tag vorgegangen.

Das ist allerdings eher unüblich. Normalerweise versuchen die Täter, die dunkle Zeit auszunutzen. „Dass die Zahl der Einbrüche steigt, liegt daran, dass es früher dunkel wird. Das ist schon lange ein Riesenthema“, sagt auch Marcel Dilling.

Es ist nicht ganz sicher, wann die zahlreichen Einbrüche am Wochenende stattgefunden haben. In den meisten Fällen sind es ja Zeiträume, in denen die Täter potenziell zugeschlagen haben könnten. Doch es liegt nahe, dass die Mehrheit der Täter auch am vergangenen Wochenende nach Einbruch der Dunkelheit tätig wurde.

Viele Einbrüche im MK: Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Einbrüchen

Auch wenn die Zahl der Einbrüche saisonbedingt steigt - insgesamt ist die Quote der Einbrüche, insbesondere die der Wohnungseinbrüche, in den vergangenen Jahren zurückgegangen. „Das liegt daran, dass sich die Menschen besser vor Einbrüchen schützen“, merkt Marcel Dilling an.

Am Wochenende kam es im Märkischen Kreis zu zahlreichen Einbrüchen.

Um einen angemessenen Schutz vor Einbrechern zu haben, rät Dilling zunächst, sich telefonisch bei der jeweiligen Polizeiberatungsstelle zu informieren. Die Kriminalprävention der Polizei MK ist unter den Telefonnummern 02372/9099-5510 oder -5511 zu erreichen.

Doch auch ein paar praktische Tipps hat der Polizeihauptkommissar parat: „Wenn man beispielsweise verreist, muss es trotzdem bewohnt aussehen. Wenn jeder Laie sieht, dass permanent die Jalousien unten sind, sollte man sich Gedanken machen. Sinnvoll ist es auch, die Nachbarn zu informieren. Soziale Kontrolle ist wichtig“, erklärt Dilling.

Trotzdem seien mechanische Schutzvorkehrungen immer sicherer als rein optische. Ein Hund könne gezähmt werden und wäre als Alarmanlage nicht immer sinnvoll. Stattdessen sei es deutlich sinnvoller sich immer doppelt abzusichern, etwa mit einem Einbau der nötigen Sicherheitstechnik.

Rubriklistenbild: © Daniel Maurer / dpa

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