Polizei will Eltern sensibilisieren

Drohnachrichten an Kinder im MK: Horror-Profil "Momo" geistert durch Whatsapp

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Ein WhatsApp-Account namens „Momo“ soll gruselige Nachrichten an Nutzer verschicken.

Märkischer Kreis - Unter dem Namen Momo-Challenge wurde eine Whatsapp-Masche bekannt, die weltweit Kinder und Jugendliche in Angst versetzte. Wie jetzt bekannt wurde, gab es auch im Märkischen Kreis junge Nutzer, die gruselige Nachrichten erhielten. 

Das erklärte Polizeisprecher Christoph Hüls auf Anfrage unserer Zeitung. Demnach soll der sogenannte Momo-Kettenbrief im Messenger-Dienst Whatsapp immer noch kursieren. Die Polizei rät Eltern, ein Auge auf die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder zu werfen.

Auch Kinder im Märkischen Kreis betroffen

Die Momo-Masche betraf auch Kinder im Märkischen Kreis. Anzeigen wurden allerdings nicht geschrieben. 

Beim Momo-Kettenbrief fordert ein Profil, das als Foto eine Frau mit verzerrtem Gesicht hinterlegt hat, von den Empfängern sinngemäß: „Wenn Du nicht möchtest, dass ich um Mitternacht an Deinem Bett stehe und Dir beim Schlafen zusehe, schicke die Nachricht an 15 Kontakte.“

Anschließend wird von einem Jungen namens Tim berichtet, der die Whatsapp nur an sechs Kontakte weitergeleitet habe und am nächsten Morgen mit einem abgefressenen Bein aufgewacht sei, berichtet Polizeisprecher Hüls. 

Polizei warnt vor Momo-Kettenbrief

Die Whatsapp-Nachricht hat folgenden Text (Rechtschreibfehler im Original): 

„Hallo ich bin Momo und bin vor 3 Jahren verstorben ich wurde von einem Auto angefahren und wenn du nicht möchtest das ich heute Abend um 00:00 Uhr in deinem Zimmer stehe und dir beim schlafen zuschaue dann sende diese Nachricht an 15 Kontakte weiter. Du glaubst mir nicht?

Angelina 11 hilt die Nachricht für fake und schickte sie an niemanden weiter in der Nacht hört sie Geräusche aus einer Ecke ihres zimmers sie wollte nach gucken doch auf einmal rante etwas auf sie zu am nächsten Morgen wurde sie Tot in ihrem Bett gefunden

Tim 15 schickte die Nachricht nur an 6 Leute weiter am nächsten Morgen wachte er mit einem abgefressenen Bein und einem abgeschnittenen Arm auf

Linda 13 schickte die Nachricht an alle weiter heute hat die ihre wahre liebe gefunden und wohnt mit ihrem freund in einer modernen Villa

Falls du diese Nachricht nicht weiter schickst weisst du was passiert also pass auf und schicke sie weiter“

Erst gestern hatte die Polizei im Märkischen Kreis über eine Morddrohung berichtet, die eine Zwölfjährige via Instagram erreicht hat. 

Bei Bedrohungen gegen Kinder im Netz geht Polizeisprecher Christoph Hüls von einer erheblichen Dunkelziffer aus: „Eltern bekommen häufig gar nicht mit, warum ihre Kinder Angst haben. Es ist nicht immer wegen eines Tests am nächsten Morgen.“ 

Horror-Profil „Momo“ bei WhatsApp ängstigt Schüler

Eltern rät die Polizei, sich zu informieren und mit ihrem Nachwuchs zu sprechen. Außerdem könne auf die Altersbeschränkung in den sozialen Netzwerke verwiesen und die Nutzung verboten werden. Bei Instagram, Snapchat und Facebook müssen die Nutzer mindestens 13 Jahre alt sein. Bei Whatsapp sogar 16.

Hier gibt es Rat und Hilfe für Eltern und Kinder: 

Kinder surfen sicher im Netz - Aktion der Polizei

Klicksafe - EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz

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