Viele Corona-Regeln

So sieht es im MK aus: Freibäder öffnen wieder - an diesen Daten, wenn überhaupt

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Reinemachen im Freibad Herscheid: Reiner Wittkamp (vorne) und Gunnar Preibusch (hinten) bereiten die Öffnung des Bads in der kommenden Woche vor.

Die Freibäder dürfen wieder öffnen - und kaum ein Bad tut es im MK. Die Kommunen und Betreiber kämpfen mit den Corona-Regeln.

Märkischer Kreis - Viele Städte und Betreiber tüfteln noch an der Umsetzung der Hygienevorschriften, einige Bäder haben aber bereits ein Datum für die Öffnung im Blick. Ein Überblick. 

Update, 27. Mai, 16.35 Uhr: Das erste Freibad in der Region öffnet: Das Herscheider Freibad öffnet noch in dieser Woche sein Pforten

Update, 20. Mai, 15.05 Uhr: Nun gibt es ein konkretes Datum für die Öffnung des Freibads Dahle.

Altena: Freibad Dahle

Einen konkreten Termin für die Öffnung des Freibads in Dahle nennt Hendrik Voß noch nicht. Den Betrieb heute wieder aufzunehmen, das sei auf keinen Fall zu schaffen, sagt der Chef des Bäderbetriebs mit Hinweis darauf, dass die Verordnung mit den Hygienebestimmungen erst seit  Freitag, 16. Mai, vorliegen. 

Im Moment werde geprüft, wie die Auflagen in Dahle umgesetzt werden können. Deshalb müsse man die Bürger noch um etwas Geduld bitten. Grundsätzlich gelte aber, „dass wir denen etwas bieten wollen“. 

Als Bund und Länder die Lockerungen verkündeten, hatte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (CDU) in einer ersten Reaktion gesagt, dass die Öffnung eines Freibads im Vergleich zu notwendigen und wichtigen Lockerungen in den Schulen, Kitas, für die Gastronomie, Hotellerie und die Wirtschaft „eher nachrangig sind“. 

Werdohl: Freibad in Ütterlingsen

Bäderbetriebs-Chef Frank Schlutow raucht der Kopf: „Am Samstagnachmittag habe ich die E-Mail mit den Vorgaben der Landesregierung erhalten. Seither überlege ich, wie wir das alles umsetzen und unser Freibad in Ütterlingsen öffnen können.“ 

Bis vor etwa vier Wochen hatte Schlutow mit einem coronabedingten Komplettausfall der Freibadsaison gerechnet. „Und noch vor einer Woche hörte man von der Bezirksregierung, dass es kein Regelwerk geben wird.“ 

Noch ist kein Wasser im Becken: Im Freibad in Ütterlingsen laufen die Reinigungsarbeiten, damit die Saison doch noch beginnen kann.

Dass das Bad theoretisch wieder öffnen darf, begrüßt der Bäderchef, doch die Umsetzung stellt ihn und seine Mitarbeiter vor große Herausforderungen: „So kurzfristig bekommen wir das nicht hin.“ 

Voraussichtlich Anfang Juni soll das Ütterlingser Freibad öffnen. „Vor Pfingsten schaffen wir es wahrscheinlich leider nicht mehr, der organisatorische Aufwand ist enorm“, bedauert Schlutow. 

Neuenrader Freibad

Dagegen ist noch völlig offen, ob sich auch die Neuenrader in ihrem Freibad austoben können. „Es wird schwierig“, erklärt Gerhard Schumacher, kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Neuenrade und Stadtkämmerer. 

Es muss zunächst ein Konzept erarbeitet und vom Gesundheitsamt genehmigt werden. „Aber es gibt viele Knackpunkte“, stellt Schumacher fest. Schumacher möchte und kann augenblicklich keine Öffnungs-Prognose abgeben. 

Freibad Herscheid

Die technischen Vorbereitungen im Herscheider Freibad sind weitgehend abgeschlossen. Beide Becken sind gefüllt. Demnach stünde einem Saisonstart nichts im Wege. Eigentlich war dieser auch für den heute, 20 Mai, geplant.

Alle Neuigkeiten rund um das Coronavirus im Märkischen Kreis gibt es in unserem Corona-Ticker.

Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen aber derzeit die Erarbeitung des Hygienekonzeptes. 

Lothar Weber möchte daher auch noch keinen konkreten Öffnungstermin nennen. „Wir wollen so bald wie möglich öffnen, das darf aber nicht bedeuten, die Sicherheit hinten anzustellen. Der Besuch soll für Badegäste so sicher wie möglich sein.“ 

Halver: Waldfreibad Herpine

Aufatmen bei Familie Hutt. Sie dürfen öffnen. Seit Samstag liegen den Betreibern des Waldfreibads Herpine die Vorgaben des Landes dazu vor. Anhand dieser Richtlinien haben sie gemeinsam mit dem Freundeskreis Herpine ein Infektionsschutz- und Zugangskonzept erstellt.

Ihr Konzept haben sie bereits dem Gesundheitsamt vorgelegt und bis auf Kleinigkeiten, die sie jetzt noch verbessern, ist das Amt zufrieden. Auf einen genauen Termin legen sie sich noch nicht fest, aber an einem der Pfingsttage soll es soweit sein. 

Bei hoffentlich bestem Wetter ist der Sprung ins kühle Nass und das Liegen auf der Wiese umgeben von Wald wieder möglich. Aber: unter Corona-Spielregeln.

Freibäder in Meinzerhagen und Valbert

Auch in Meinerzhagen ist der Termin heute nicht zu halten. Der in Meinerzhagen für die Bäder zuständige Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz erklärt, grundsätzlich „Gewehr bei Fuß zu stehen“, was die mögliche Öffnung der Freibäder in Meinerzhagen und Valbert betrifft. 

Allerdings hat sich seine Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zum Badebetrieb nach der Lektüre diverser Erlasse und Pandemiepläne mittlerweile verflüchtigt.

Lüdenscheid: Familienbad am Nattenberg

Das Familienbad am Nattenberg bleibt vorerst geschlossen. Vorgeschrieben werden in den „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ eine begrenzte Zahl an Gästen, die Maskenpflicht, Registrierung jedes Besuchers und der stetige Mindestabstand auch an den Duschen und im Becken. 

„Das sind nur die Vorgaben für Freibäder, die für Hallenbäder stehen noch immer nicht fest“, verweist Bäderchef Friedrich-Wilhelm Schmidt-Werthmann auf die Konzeption des Familienbades als Hallen- und Freibad. 

Durch die Halle ist auch das Freibadgelände zu erreichen. Nur ein Bad von beiden zu öffnen, ist schwer umzusetzen. Zehn Tage Vorlauf braucht man am Nattenberg ohnehin für die Wasseraufbereitung. 

Strandbad an der Sorpe 

Das Strandbad an der Sorpe startet am Samstag, 30. Mai, in die Saison. Außerhalb der Ferien ist es von Montag bis Freitag von 13 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag und an Feiertagen von 9.30 bis 19 Uhr geöffnet. In den Ferien (26. Juni bis 16. August) ist es täglich von 9.30 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier Euro, für Jugendliche drei Euro. Auch das Haus des Gastes, die Panoramasauna Sorpesee und das Hallenbad Sundern werden voraussichtlich am 30. Mai geöffnet.

Coronavirus im MK: Diese Regeln gelten in Freibädern

Diese Regeln gelten laut den „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ des NRW-Gesundheitsministeriums: Freibadbetreiber müssen den Zutritt so regeln, „dass nicht mehr Kunden in das Freibad gelangen als Plätze und Anlagen unter Wahrung der allgemeinen Abstandsregeln nutzbar sind“. 

Als Maßstab wird ein Besucher pro zehn Quadratmeter genannt. In geschlossenen Räumen gilt die Maskenpflicht.  

„Gäste müssen sich nach Betreten des Freibads die Hände waschen oder desinfizieren“. Einzelumkleiden sind bevorzugt zu nutzen. Die Nutzung von Sammelumkleiden ist unter Wahrung des Mindestabstands von 1,5 Meter zulässig, „die Nutzung von Duschen ist unter Einhaltung des Mindestabstands möglich“. 

Der Mindestabstand gilt auch im Becken, allerdings nicht für Personen, die in einem Haushalt leben oder für die befreundete Familie. 

Der klassische Freibad-Kiosk darf öffnen. Wer kommt und geht, soll mit Uhrzeit registriert werden. Namen und Kontaktdaten müssen für vier Wochen aufbewahrt und dann vernichtet werden.

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