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Nach Coronavirus-Verdacht: Märkischer Kreis richtet Krisenstab ein

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Von: Jan Schmitz

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Erster Coronavirus-Patient in NRW - Krisenstab im Einsatz
Einen Kirsenstab hat der Märkische Kreis eingerichtet. © Bernd Thissen/dpa

Märkischer Kreis - Nachdem in NRW die ersten Coronavirus-Erkrankten gemeldet wurden, reagiert der Landrat des Märkischen Kreises. Er hat präventiv einen Krisenstab eingerichtet.

Kreissprecher Hendrik Klein bestätigte entsprechende Informationen unserer Redaktion. Am Nachmittag veröffentlichte der Märkische Kreis eine Pressemitteilung mit dem Titel "Corona-Virus: Kreis bereitet sich vor" 

Märkischer Kreis bereitet sich auf Coronavirus vor

In der Mitteilung heißt es: "Landrat Thomas Gemke hat präventiv den Krisenstab des Märkischen Kreises aktiviert. Hintergrund sind die zunehmenden Meldungen über Verdachtsfälle beim Coronavirus. Alle Mitglieder stehen ab sofort im ständigen Austausch über die aktuelle Lage."

Der Corona-Virus (SARS-CoV2) ist in Nordrhein-Westfalen angekommen. Das habe die Sensibilität für mögliche Infektionen im Märkischen Kreis bei der Verwaltung und den zuständigen Behörden noch einmal erhöht, heißt es weiter. 

Nach Coronavirus-Verdacht: Krisenstab tritt erstmals zusammen

Im Lüdenscheider Kreishaus trafen sich auf Einladung des für den Bevölkerungsschutz zuständigen Fachbereichs Öffentliche Ordnung und Bürgerservice die Mitglieder beteiligter Institutionen und Behörden. Mit am Tisch waren unter anderem: die Gesundheitsbehörde des Kreises, Vertreter der Polizei, der Kreisbrandmeister und dessen Stellvertreter, der Leitende Notarzt, Vertreter des Rettungsdienstes sowie des Bevölkerungsschutzes.

Coronavirus-Verdacht in einem Hotel in Iserlohn bestätigte sich nicht

Vor dem Hintergrund des kurz vorher bekannt gewordenen dritten Verdachtsfalls auf das Coronavirus in einem Hotel in Iserlohn wurden mögliche Szenarien durchgespielt und vorhandene Ressourcen abgefragt. Landrat Thomas Gemke aktivierte daraufhin präventiv den Krisenstab beim Kreis.

Der Verdacht in Iserlohn wurde ausgeräumt. Das Gesundheitsamt gab Entwarnung - genau wie in den zwei zuvor gemeldeten Fällen auf Coronavirus-Verdacht - in einem Gymnasium sowie in einer Arztpraxis in Iserlohn. Auf Anfrage bekräfte Kreissprecher Hendrik Klein, dass es aktuell keine bestätigten Verdachtsfälle und auch keine Fälle von Coronavirus-Erkrankten gebe. Die Maßnahme zur Einrichtung eines Krisenstabs sei rein präventiv. 

Bei seinem Vorgehen orientiert sich das Gesundheitsamt an den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, es steht im engen Kontakt mit dem Landeszentrum für Gesundheit und ermittelt vorsorglich mögliche Kontaktpersonen. 

Krisenstab im Kreis übte als erster den Ausbruch einer Pandemie

Auch diese werden gezielt beraten und angeleitet. Ziel ist es, eine Ausbreitung des SARS CoV-2 zu verhindern. Um dies zu erreichen, sieht der Märkische Kreis sein Gesundheitswesen gut aufgestellt. Bereits im Jahr 2007 übte der Krisenstab als erster in NRW den Ausbruch einer Pandemie.

Der aktuelle Krisenstab zum Coronavirus ist auf Dauer angelegt. Die Kreishaus-Runde will sich tagesaktuell auf dem Laufenden halten, alle Informationen zeitnah austauschen und sich im Wochenrhythmus treffen. Es wurde zudem vereinbart, eine Informationsveranstaltung für Vertreter der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie für Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte anzubieten.

Coronavirus: Märkischer Kreis nimmt die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst

Der Märkische Kreis reagiert auch auf die zunehmende Sorge der Bevölkerung. Diese werde vom Gesundheitsamt sehr ernst genommen. Gleichwohl bittet der Märkische Kreis darum, die Notrufnummern 112 und 110 nicht unnötig zu blockieren. "Menschen, die zurzeit grippeähnliche Symptome aufweisen und Kontakt mit Personen aus Risikogebieten hatten, sollten ihren Hausarzt beziehungsweise eine KV-Notdienstpraxis zunächst telefonisch kontaktieren, um die weitere Vorgehensweise abzuklären", heißt es in der Mitteilung. 

So verhalten sich Patienten bei einem Verdacht auf Coronavirus richtig

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat darüber hinaus ein Bürgertelefon zum Corona-Virus unter der Nummer (0211) 8554774 geschaltet. Der Märkische Kreis weist daraufhin, dass am Bürgertelefon keine individuelle medizinische Beratung zum Corona-Virus stattfinden kann. 

Bei Coronavirus-Verdacht sollten Patienten ihren Arzt anrufen

Stattdessen sollten Bürger insbesondere bei Fragen zu einer möglichen Infektion ihre Ärztin oder ihren Arzt kontaktieren. Der Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sei unbedingt vorher telefonisch anzukündigen, bittet der Kreis. 

Losgelöst vom Thema Corona-Virus rät das Gesundheitsamt den  Bürgern auch wegen der momentanen Grippewelle zu einer verstärkten Husten- und Niesetikette und fordert zu einem verstärkten und regelmäßigen Händewaschen mit Seife auf. Die einfachen Hygienemaßnahmen sollte grundsätzlich jeder in der Infektzeit einhalten.

Ständig aktualisierte Informationen zum Coronavirus gibt es auf diesen Internetseiten

Für stetig aktualisierte Lage- und Risikobewertungen verweist der Märkische Kreis auf die eigene Homepage www.maerkischer-kreis. de sowie auf die Internetseiten des NRW-Gesundheitsministeriums, des

Robert-Koch-Instituts

, des Bundesgesundheitsministeriums sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. 

Fortlaufende Informationen erhalten Sie im Ticker unserer Zeitungsgruppe: Coronavirus in NRW: Sechs Personen infiziert - viele Testergebnisse erwartet

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