Ressourcenschonender Umgang mit Masken

Coronavirus: Krisen-Treffen der Kliniken im MK - dringende Bitte an Patienten

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Die Krankenhäuser haben Sorge, dass sie an ihre Belastungsgrenzen kommen - in den Ambulanzen und bei Labor-Kapazitäten.

Märkischer Kreis - Dass sich die Lage so schnell entwickelt, hätten die Teilnehmer an der Infoveranstaltung sicher auch nicht gedacht. Wenige Stunden nach ihrer Info-Veranstaltung wurde der erste Corona-Fall im Kreis bestätigt.

Es ist nicht die Frage, ob der Märkische Kreis einen bestätigten Corona-Fall bekommt, sondern nur wann. Darin waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Informationsveranstaltung im Ständesaal des Altenaer Kreishauses einig. 

Nur wenige Stunden später wurde das zur Gewissheit. Eingeladen hatte das Gesundheitsamt des Kreises, gekommen waren gut 30 Vertreter der heimischen Krankenhäuser. Das Treffen diene einer offenen Kommunikation mit den Einrichtungen, so Fachbereichsleiter Volker Schmidt, beim Kreis zu-ständig für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, bei seiner Begrüßung.

Er hatte gleich eine gute Nachricht für die Anwesenden mitgebracht, nämlich eine Kostenzusage des Kreises für die Einrichtungen. Das sei von Landrat Thomas Gemke mit den Spitzen der im Kreistag vertretenen Fraktionen so beschlossen worden. 

Volker Schmidt kündigte noch weitere Info-Veranstaltungen des Gesundheitsamtes an. Eine ist für die Vertreter und Bürgermeister der 15 kreisangehörigen Städte und Gemeinden geplant, eine weitere für die der niedergelassenen Ärzteschaft.

Vertreter der Krankenhäuser trafen sich im Altenaer Kreishaus zur Info-Veranstaltung des Gesundheitsamtes.

Amtsarzt Christian Ternette gab einen Überblick über die aktuelle Lage im Märkischen Kreis und verwies auf die tagesaktuellen Infos des Robert-Koch-Instituts. Begründete Verdachtsfälle, so Ternette, müssen der Gesundheitsbehörde gemeldet werden. Die Vertreter der Krankenhäuser äußerten ihre berechtigte Sorge, bei einer sich verschlimmernden Corona-Lage an ihre Belastungsgrenzen zu kommen. 

Dies gelte vor allem für die Ambulanzen, aber auch für die Verfügbarkeit von Labor-Kapazitäten. Es wurde von allen Beteiligten noch einmal nachdrücklich darum gebeten, dass Personen, die sich Sorgen um ihre Gesundheit machen, sich zunächst mit ihrem jeweiligen Hausarzt in Verbindung setzen. 

Sie sollten aber auf jeden Fall dort vorher anrufen und nicht einfach in die Praxis gehen. Den niedergelassenen Ärzten käme eine erhöhte Verantwortung zu, war sich die Runde einig.

Den Akteuren in den Krankenhäusern und im Gesundheitsdienst allgemein wurde ein Ressourcen schonender Umgang mit Schutzmaterialien wie Masken, Kittel, Handschuhe und Anzüge empfohlen. 

Hintergrund ist die schwierige Nachbeschaffung – zumal viele Produzenten in Asien ansässig sind. Die Krankenhaus-Vertreter regten ambulante, zentrale Anlaufstellen für mögliche Corona-Patienten an. Einig waren sich alle Teilnehmer, aufgrund der aktuellen Lage in ständigem Informationsaustausch zu bleiben.

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