Polizei setzt Kontaktverbot durch

Coronavirus-Einsatz am Netto im MK - Polizei löst Schulhof-Party auf

Razzia bei Handelskonzernen - Netto
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Razzia bei Handelskonzernen - Netto

Märkischer Kreis - Das Kontaktverbot ist noch nicht überall angekommen. Wieder musste die Polizei größere Menschenansammlungen auflösen - unter anderem auf Schulhöfen und Spielplätzen.

Im Zeitraum von Donnerstagmorgen bis Freitagmorgen um 6 Uhr hat sich die Einsatzzahl mit Bezug zum Coronavirus für die Polizei MK im Vergleich zum Vortag reduziert. Es mussten kreisweit keine 30 Einsätze wahrgenommen werden. Ganz ohne Auffälligkeiten ging es aber auch nicht von statten.

Coronavirus-Einsätze im MK: Ein Schwerpunkt war erneut in Iserlohn

Erneut war ein Schwerpunkt der Einsätze Iserlohn. Hier wurden unter anderem um 11.15 Uhr drei Personen an der Königsberger Straße angetroffen, die gegen die Coronavirus-Schutzverordnung verstoßen hatten. Folge: Drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen und eine Strafanzeige gegen einen der Beteiligten wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Gegen 17.10 Uhr war am Grüner Weg ein unbelehrbarer Jugendlicher auf dem abgesicherten Spielplatz unterwegs. Auch er wurde sanktioniert. Gegen 19.30 Uhr waren am Frauenstuhlweg mehere Personen zusammen unterwegs. Auch hier erteilte die Polizei Platzverweise und schrieb Anzeigen.

Kontaktverbot wegen Coronavirus wird in Hemer streng durchgesetzt

Auch am Netto-Markt an der Stephanstraße in Hemer musste das Ordnungsamt gegen 17.30 Uhr eingreifen und Platzverweise aussprechen und Anzeigen fertigen. Das hatte aber weniger mit dem geschehen in dem Discounter zu tun, als mit den Vorkommnissen an einer Bushaltestelle vor dem Markt. Dort hatten sich mehrere Jugendliche versammelt, die sich auffällig verhielten. Die Polizei löste den Jugendtreff auf.  

An der Zeppelinstraße wurden gegen 19.15 Uhr vier Personen angetroffen. Fazit: Vier Platzverweise und vier Anzeigen gefertigt. Kurze Zeit später (19.30 Uhr) waren an der Hauptstraße drei Erwachsene und zwei Jugendliche zusammen unterwegs, obwohl sie keine Familie sind. Auch hier die Folge: Fünf Platzverweise und Anzeigen.

Coronavirus-Einsätze in Werdohl, Kierspe und Lüdenscheid beschäftigen die Polizei

In Werdohl fielen gegen 15 Uhr mehrere Jugendliche auf, die sich am Bahnhofsvorplatz aufhielten. Ergebnis: Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Die Schüler wurden in die Obhut der Eltern übergeben.

In Lüdenscheid gab es zwei größere Coronavirus-Einsätze: Gegen 16 Uhr unterstütze die Polizei das Ordnungsamt am Rathausplatz. Es wurden Identitäten festgestellt, Platzverweise ausgesprochen und das Ordnungsamt fertigte gegen die angetroffenen Personen die anzeigen.

An der Albert-Schweitzer-Schule löste die Polizei am Freitagmorgen  gegen 2 Uhr eine "Schulhof-Party" auf. Dort waren zwei Heranwachsende und eine Jugendliche in Partylaune. Hierbei tat sich eine der zwei jungen Damen durch Beleidigungen gegen die eingesetzten Beamtinnen besonders hervor. Es wurden Anzeigen gefertigt und die Jugendliche an die Erziehungsberechtigte übergeben.

In Kierspe trollten sich mehrere Jugendliche gegen 21 Uhr vom Gelände der Grundschule Vor dem Isern bei Erkennen der Polizei. In den übrigen gemeldeten Zusammenkünften mehrerer Personen hatten sich die Personen bereits vor Eintreffen der Polizei entfernt.

Coronavirus-Pöbeleien im MK und in NRW

Viele Menschen begegnen dem Coronavirus mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und halten sich an die Vorgaben. Aber es gibt auch einige, die immer noch nicht begriffen haben, wie drastisch die Situation ist, die sogar mit den Ängsten der Menschen spielen: Am Vortag musste die Polizei zu mehr als 30 Einsätze mit Coronavirus-Bezug ausrücken. 

Ein Mann hat im sauerländischen Supermarkt die Fassung verloren, weil eine Kasse kurzzeitig nicht besetzt war. Als ihn ein weiterer Kunde beschwichtigen wollte, ist er auf ihn zugegangen, hat ihn angehustet und gesagt: "Ich habe Corona".

Bei einem Fall in Siegen hat eine Gruppe Jugendlicher in Siegen die Menschen bepöbelt und sich nicht an das Kontaktverbot gehalten. Sie bezeichneten den Coronavirus als "Quatsch". Die Polizei musste mehrere festnehmen.

Im Lidl in Lüdenscheid zahlte eine Frau für einen Fehler einen hohen Preis. Die Polizei warnt. 

Coronavirus in NRW: Weitere Informationen

Alle Neuigkeiten gibt es in unserem Newsticker zum Coronavirus im Märkische Kreis. Am Freitag wurde eineEntscheidung zum Abitur 2020 in NRW gefällt. Die Termine stehen fest. Weitere Entwicklungen und Informationen zum Coronavirus Covid-19 sind im großen NRW-Ticker.

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