Zwangsmaßnahme angeordnet

Covid-19-Ausbruch in Klinik im MK - 63 Mitarbeiter in Quarantäne, Station geschlossen

Coronavirus - Testauswertung im Labor
+
Eine Labor-Mitarbeiterin überprüft Proben, mit denen Tests auf das Coronavirus durchgeführt werden.

Märkischer Kreis - Nach einem Covid-19-Ausbruch in der Lungenklinik in Hemer ordneten die Behörden einen Aufnahmestopp für Patienten an. Einzige Ausnahme: Covid-19-Erkrankte.

  • In der Lungenklinik in Hemer gab es einen Covid-19-Ausbruch
  • Die Behörden verhängten einen Aufnahmestopp
  • Aufgenommen werden durften nur Infizierte mit dem Coronavirus

Update Dienstag, 15.50 Uhr: Die Lungenklinik reagiert auf die Berichterstattung unseres Portals www.come-on.de und bestätigte weitgehend unsere Informationen. Zudem teilt sie auf Anfrage weitere Einzelheiten mit. Demnach fielen durch Infektionen und Verdachtsfälle 63 Mitarbeiter aus. 

Die Lungenklinik teilt mit: "Acht Mitarbeitende der Lungenklinik Hemer wurden positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet und befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, ebenso ihre Kontaktpersonen. Dazu zählen unter anderem 55 weitere Mitarbeitende. Diese wurden informiert, getestet und anschließend ebenfalls in häusliche Quarantäne geschickt. Die positiv getesteten Kolleginnen und Kollegen zeigen keine bis leichte Grippesymptome; es geht ihnen den Umständen entsprechend gut." Auch zahlreiche Patienten, die Kontakt zu den infizierten Mitarbeitern hatten, wurden isoliert un getestet. 

"Diejenigen, deren Behandlung bereits abgeschlossen war, konnten in häus-liche Quarantäne verlegt werden. Einige wenige Patienten, deren stationäre Behand-lung noch andauert, wurden auf die Isolierstation verlegt und werden dort weiter behandelt. Die Station, auf der die Infektion aufgetreten ist, wurde umgehend ge-schlossen und desinfiziert."

Stand 31. März, 10.45 Uhr: Nach Informationen unserer Zeitung sind mehrere Mitarbeiter der Lungenklinik Hemer - darunter Ärzte und Krankenpfleger - positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Kreisgesundheitsbehörden sprechen von einem "Ausbruch von Covid 19" in der Fachklinik. 

Daraufhin erging ein Aufnahmestopp für Patienten, der am Freitag von den Behörden erlassen wurde. Davon ausgenommen waren lediglich Covid-19-Patienten, die auch weiterhin in die Lungenklinik gebracht werden durften. Dies geschah in den Folgetagen nach Informationen unserer Zeitung jedoch nur in Einzelfällen. 

Coronavirus-Infizierte im medizinischen Bereich dürfen unter Umständen weiter arbeiten

Hintergrund der Überlegung, Covid-19-Patienten weiterhin aufzunehmen, ist eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts für den Einsatz von medizinischem Personal bei Personalmangel. Demnach ist eine Behandlung von Covid-19-Patienten durch infizierte Ärzte und Pfleger in absoluten Ausnahmefällen denkbar. Anders als in anderen Berufsgruppen dürfen Infizierte im medizinischen Sektor unter strengen Schutzauflagen weiter arbeiten, wenn sie keine Symptome zeigen.  

Behörden heben Aufnahmestopp für die Lungenklinik Hemer am Montag wieder auf

Durch eine geänderte Personalplanung wurde der Aufnahmestopp nach Informationen unserer Zeitung am Montagnachmittag wieder aufgehoben. Die Lungenklinik befinde sich seitdem zu 90 Prozent wieder im Normalbetrieb und nimmt auch andere Patienten wieder auf, hieß es aus gut informierten Kreisen. Eine Anfrage in der Lungenklinik blieb am Dienstag zunächst unbeantwortet. 

In der Lungenklinik Hemer arbeiten nach eigenen Angaben 477 Beschäftigte. Die Bettenzahl wird mit 223 angegeben. Darin enthalten sind 14 Betten der interdisziplinären Intensivstation und 24 Betten der Infektionsstation. 

Mit unserem Newsticker zum Coronavirus im Märkischen Kreis verpassen Sie keine Nachrichten mehr. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare