Dunkelziffer wird sichtbar

Amtlich bestätigt: Schnelltests erhöhen den Inzidenz-Wert im Hotspot MK

Symbolbild aus Testzentrum
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Symbolbild: Schnelltest

Der Märkische Kreis ist Hotspot in Nordrhein-Westfalen - und das schon seit einigen Wochen. Die hohe Sieben-Tage-Inzidenz geht dabei auch auf die Ausweitung der Schnelltests zurück. Das hat der Märkische Kreis jetzt amtlich bestätigt. Gleichzeitig werden so mögliche Ansteckungen vermieden.

Zwischen dem 15. und 30. März wurden im Kreis 25 200 Schnelltests – sogenannte PoC-Antigentests – durchgeführt. „Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist bei fast allen POC-positiven Ergebnissen auch ein positiver PCR-Test nachgewiesen worden“, teilt Kreissprecher Alexander Bange mit.

Unter den Getesteten waren 347 auch nach dem PCR-Test positiv (1,5 Prozent) und gingen somit auch in die Statistik ein. Ohne die erfolgreichen Schnelltests läge demnach die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis bei rund 170 statt rund 230. Durch die Isolierung der zumeist symptomlosen Positivgetesteten konnten aber gleichzeitig unbemerkte Ansteckungen vermieden werden. Die Schnelltests könnten also ein Mittel sein, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Durch die PoC-Tests wird ein Teil der Dunkelziffer sichtbar gemacht, da sich vor allem Personen testen lassen, die keinerlei Symptome haben. Ein Vergleich mit anderen Kreisen macht deutlich, dass das Coronavirus im Märkischen Kreis aber offenbar weiter verbreitet ist als anderswo: Im Kreis Soest beispielsweise wurden bei 22 320 Schnelltests lediglich 132 Positivfälle gefunden (0,6 Prozent).

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