Gesunder Pragmatismus

Mehr Astrazeneca geliefert: Impfzentrum MK zog Lehrer-Impfung vor

Bianca Ahlemeier (32), Tagesmutter in der häuslichen Tagespflege mit fünf Kindern, wird im Impfzentrum in der Koelnmesse von einer Ärztin mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.
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Die Impfungen für Lehrer sollten eigentlich erst am 8. März starten (Symbolbild).

Märkischer Kreis/Lüdenscheid – Im Märkischen Kreis wurden Erzieher, Lehrer und auch Polizisten bereits in der vergangenen Woche und damit deutlich vor dem ursprünglichen Start am Montag (8. März) geimpft.

Entsprechende Beobachtungen von Besuchern aus dem Impfzentrum bestätigte ein Kreissprecher am Montag auf Anfrage. Offenbar sollten so die angelieferten Astrazeneca-Dosen zügig verimpft werden.

Noch am Donnerstag hatte der Märkische Kreis in einer Mitteilung angekündigt, ab dem 8. März auch Beschäftigten in Kindertagesstätten, Grundschulen, Förderschulen und in der Kindertagespflege ein Impfangebot machen zu können. Da waren die Schutzimpfungen fürs Lehrpersonal im Impfzentrum in vollem Gange.

Nach Informationen unserer Zeitung wurde an ersten Grundschulen – wie der Westschule, der Grundschule Wehberg und der Pestalozzi-Schule in Lüdenscheid – bereits ein Großteil der Kollegien geimpft. Wie Kreissprecher Alexander Bange auf Anfrage erklärte, „konnten in der Zeit vom 3. bis 7. März knapp 2 100 Termine für die oben genannten Berufsgruppen vergeben werden.“

Der Märkische Kreis verwies auf den Impfplan des NRW-Gesundheitsministeriums, der am 1. März vorgestellt wurde. „Als das Gesundheitsministerium in einem Erlass veröffentlicht hat, dass weitere Berufsgruppen für eine Coronaschutzimpfung priorisiert werden, sind die Kapazitäten im Impfzentrum Lüdenscheid soweit hochgefahren worden, wie es die zugewiesene Impfstoffmenge möglich gemacht hat“, sagt Bange. Darin steht zwar explizit der 8. März als Startdatum, im Kreishaus und im Impfzentrum aber herrscht seit Beginn der Pandemie ein gesunder Pragmatismus.

Man habe plötzlich Termine frei gehabt und mehr Impfstoff von Astrazeneca zur Verfügung gestellt bekommen, hieß es von dort. Daher habe man in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium einfach mit den Impfungen begonnen. „Damit ist der Märkische Kreis seiner Verantwortung nachgekommen“, betont Kreissprecher Bange. Auch die Zweittermine finden vorzeitig statt – und zwar in etwa drei Monaten.

Zum eigentlichen Start am Montag wurden 475 Lehrer, Erzieher und Polizisten geimpft. Sie alle erhielten den Impfstoff von Astrazeneca, der wegen Berichten über Nebenwirkungen zuletzt liegen blieb. Nicht so im Märkischen Kreis.

Bereits 6.350 Märker erhielten seit Ende Januar den Impfstoff von Astrazeneca. Außerhalb des Impfzentrums sei er bislang nicht zum Einsatz gekommen, sagt Kreissprecher Bange. Erster auswärtiger Einsatzort ist das Klinikum Lüdenscheid. Bis Mittwoch sollen dort nach Angaben der Märkischen Kliniken 349 Mitarbeiter mit Astrazeneca geimpft werden.

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