Wahlkreis 149 - „Die Kirche mal im Dorf lassen“

Klaus Heger ist AfD-Bundestagskandidat

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Klaus Heger kandidiert bei der Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 149 für die AfD.

Märkischen Kreis - Klaus Heger war viele Jahre CDU-Mitglied. „Doch dann rückte die CDU unter Merkel immer weiter nach links“, findet der 61-Jährige. „Ich bin also nicht als AfD-Mitglied geboren.“ Doch jetzt ist er es und gleich Kreissprecher und Bundestagskandidat der Alternative für Deutschland im Wahlkreis 149 (Olpe/MK mit Halver, Herscheid, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Schalksmühle).

„Ich war nicht einverstanden mit der Euro-Rettung und bin auch nicht einverstanden mit der Migrationspolitik der CDU.“ Rein volkswirtschaftlich hätte man Griechenland geordnet aus dem Euro führen und dort wieder eine eigene Währung einführen müssen, ist er überzeugt. Die derzeitige Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) empfindet Heger als schleichende Enteignung. „Sie führt zum Beispiel dazu, dass Menschen, die Kapitallebensversicherungen abgeschlossen haben, bei der Alterssicherung um ihre private Vorsorge bangen müssen.“

Als Kaufmann in Hongkong

Hier spricht der Kaufmann, der nicht nur Kreissprecher der AfD, sondern im Landesfachausschuss Finanzen auch für die Steuer- und Haushaltpolitik seiner Partei zuständig ist. Heger war in seinem Berufsleben kaufmännischer Leiter in verschiedenen Firmen, lebte und arbeitete von 1983 bis 1996 in Hongkong, wo er auch seine Frau kennenlernte und heiratete. Der gemeinsame Sohn arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Siegen. „An meinem Beispiel sieht man ja wohl, dass man die AfD nicht pauschal als ausländlerfeindlich verurteilen kann. Da sollte man die Kirche mal im Dorf lassen.“

Unkontrollierte Migration

Die unkontrollierte Migration, die besonders durch die populistischen Selfie-Aufnahmen Merkels mit Flüchtlingen entstanden sei, gefährde aber die soziale Struktur. Das Staatswesen müsse entscheiden, wer in Deutschland leben dürfe und wer nicht. „Dazu müssen bestehende Gesetze angewendet oder verändert werden, um Rechtssicherheit zu schaffen. Wem Asyl gewährt wird, der kann dann auch bleiben.“

Klaus Heger ist in Frankfurt geboren und in Duisburg aufgewachsen, machte in Ratingen Abitur. Der Beruf führte ihn zuletzt nach Olpe. Jetzt ist er Rentner und möchte sich für die AfD in den Wahlkampf einbringen.

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