Parteiloser Bürgerkandidat im Wahlkreis 150: "Ich erreiche 30 Prozent"

Konrad Maier setzt auf Gespräche

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Bürgerkandidat Konrad Maier setzt auf seine Unabhängigkeit und will der SPD Stimmen abnehmen.

Märkischer Kreis - „Ich bin Direktkandidat geworden, weil ich die Politik maßgeblich beeinflussen möchte, ohne dem Zwang des Lobbyismus zu unterliegen.“ Das sagt Konrad Maier aus Menden. Er ist „Bürgerkandidat“ und Einzelbewerber um ein Bundestagsmandat im Wahlkreis 150, Märkischer Kreis II.

Damit stellt sich der 50-jährige zweifache Familienvater dem Wähler in Iserlohn, Altena, Plettenberg, Werdohl, Balve, Hemer, Menden, Nachrodt-Wiblingwerde und Neuenrade. 

Nur die Erststimme zählt

Gewählt werden kann er nur mit einer Stimme, dem Kreuzchen links auf dem Wahlzettel, also der Erststimme. Bundesweit tritt seine Gruppe nicht an und kann deshalb auch keine Zweitstimmen sammeln. 

Den Weg in die Politik fand Maier über einen Umweg. Er unterschrieb eine Petition gegen die Freihandelsabkommen Ceta und Ttip und fand so zu einem Kreis weiterer Bürger, die allesamt „keiner Partei angehören, aber sich politisch einbringen möchten.“ 

Zuhause ist der diplomierte Ingenieur (Fachrichtung Maschinenbau) im Mendener Ortsteil Lendringsen. Vereinen oder -Vorständen gehört er vor Ort nicht an, unterstützt aber sportliche Aktivitäten seiner beiden 22 und 24 Jahren alten Kinder „durch regelmäßige Präsenz auf dem Sportplatz, zum Beispiel in Hüingsen“, wie er anmerkt. 

Eine bewusste Anspielung

Maier, der nach eigener Aussage alle Kosten des Wahlkampfes aus eigener Tasche zahlt, setzt besonders auf „Gespräche, persönliche Kontakte und natürlich die sozialen Medien und das Internet.“ 

Im Telefonbuch ist er nicht zu finden, aber über die Internet-Suchmaschine Google schnell auffindbar. „Konrad Maier für saubere Politik – hat er dabei die Netzadresse www.grossesM-gute Politik.de“ überschrieben. „Eine bewusste Anspielung auf „Mein Name ist Maier, großes M und kleine ....“, das jeder wohl gut kenne. 

Den „Etablierten“ möchte Maier „das Wasser abgraben“, setzt besonders darauf, der SPD Stimmen abzunehmen. Immerhin glaubt er fest an ein persönliches Ergebnis von „30 Prozent“. 

"Kandidatur ist für mich keine Eintagsfliege" 

Ambitioniert sei das sicher, „doch selbst wenn ich es jetzt nicht schaffe, Abgeordneter zu werden, dann eben in vier Jahren. Die Kandidatur ist für mich keine Eintagsfliege“, sagt er. Zudem sei jeder, der mit ihm rede und den er mit seinen Ideen und Zielen überzeuge könne, ein Multiplikator. So ein Projekt benötige vielleicht etwas Zeit. 

Ideen, Projekte, Wahl-Inhalte des Einzelkandidaten sind unter anderem: Alleinerziehende stärken – „Kinder sind unsere Zukunft“; Skepsis sei beim weltweiten Handel (siehe Ceta und Ttip) angebracht, Steuerflucht müsse bekämpft werden und etwa Produktionsflucht in Billiglohnländer sei zu stoppen. 

"Ich bin finanziell unabhängig"

Warum sich Konrad Maier abschließend für den richtigen Mann in Berlin hält, bringt er so auf den Punkt: „Weil ich finanziell unabhängig bin und damit eine hundertprozentige Neutralität garantierte. Zudem bringe ich ein großes Maß an Potential und Ideen mit.“

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