Baradari erste Nachrückerin bei der NRW-SPD

Märkischer Kreis mit vier Abgeordneten in Berlin vertreten

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Nezahat Baradari (SPD) ist erste Nachrückerin der SPD-Landesliste in Nordrhein-Westfalen.

Märkischer Kreis - Das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen liegt seit dem frühen Montagmorgen vor.  Die CDU kommt auf 32,6 Prozent, die SPD auf 26 Prozent, die Grünen auf 7,6 Prozent, die Linke auf 7,5 Prozent, die FDP auf 13,1 Prozent und die AfD auf 9,4 Prozent. 142 Abgeordnete aus NRW werden dem neuen Bundestag angehören. Unter ihnen befinden sich insgesamt vier Kandidaten für bzw. aus dem Märkischen Kreis.

In den 64 Wahlkreisen in Nordrhein-Westfalen hat die CDU 38 Direktmandate geholt, 26 gingen an die SPD. Im Wahlkreis 149 (Olpe/Märkischer Kreis I) hat Dr. Matthias Heider (CDU) das Direktmandat mit 47,9 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Der Wahlkreis 150 (Märkischer Kreis II) ging an die SPD-Kandidatin Dagmar Freitag mit 38,6 Prozent.

Als dritter Kandidat für den Märkischen Kreis wird Johannes Vogel (FDP) in der neuen Legislaturperiode im Bundestag sitzen. Der Generalsekretär der NRW-FDP schaffte mit Platz fünf auf der FDP-Landesliste sicher den Sprung in die Bundeshauptstadt. Insgesamt werden die nordrhein-westfälischen Liberalen mit 20 Abgeordneten in Berlin vertreten sein. 

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Baradari verpasst den Einzug knapp

SPD-Kandidatin Nezahat Baradari, die als Herausforderin von Matthias Heider im Wahlkreis 149 26,3 Prozent der Erststimmen auf sich vereinen konnte, verpasste dagegen knapp den Einzug über die Landesliste. 15 Kandidaten entsendet die NRW-SPD über die Landesliste in den neuen Bundestag. Nezahat Baradari, die auf Rang 18 der SPD-Landesliste rangiert, ist die erste Kandidatin, für die die Liste nicht mehr zieht, da mit Achim Post (Minden-Lübbecke I/Platz 5) und Dagmar Freitag (Platz 6) nur zwei vor ihr platzierte Listen-Kandidaten ihren Wahlkreis gewonnen haben. Damit ist die Kinder- und Jugendärztin allerdings erste Nachrückerin ihrer Partei in NRW.

Voßbeck-Kayser deutlich draußen 

CDU-Kandidatin Christel Voßbeck-Kayser verpasste den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag über die Landesliste deutlich

CDU-Kandidatin Christel Voßbeck-Kayser, die im Wahlkreis 150 (Märkischer Kreis II/37,8 Prozent) gegen Dagmar Freitag verloren hat, verpasste den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag über die Landesliste deutlich. Sie hat Platz 33 auf der Landesliste inne, vier CDU-Abgeordnete kommen aus NRW über die Liste nach Berlin. 

Paul Ziemiak über die Liste nach Berlin

Der Iserlohner Paul Ziemiak unterlag zwar als Direktkandidat im Wahlkreis Herne-Bochum II, zieht aber über die CDU-Landesliste in den Bundestag ein

Auf dem letzten Platz (Rang 10), der noch gezogen hat, liegt der Iserlohner Paul Ziemiak. Der Bundesvorsitzender der Jungen Union hat im Wahlkreis Herne-Bochum II deutlich mit 24,2 Prozent gegen die SPD-Kandidatin Michelle Müntefering (41,8 Prozent) verloren.

Ingeborg Mohr-Simeonidis, die im Wahlkreis 149 für die Linken angetreten ist, hat den Einzug über die Landesliste ihrer Partei um fünf Plätze verfehlt. Die NRW-Linken entsenden zwölf Abgeordnete ins neue Parlament. Die Kandidatin aus Reichshof steht auf Platz 17 der Linken-Landesliste.

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