Neuauflage von Buch aus dem MK

„Lieblingsplätze Sauerland“: Ausflugstipps für die Zeit nach dem Lockdown

Die Siku-Modellwelt in Lüdenscheid ist einer der „Lieblingsplätze“
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Die Siku-Modellwelt in Lüdenscheid ist einer der „Lieblingsplätze“

Was tun, wenn man wieder darf? Ausflugstipps für die Zeit nach Corona bietet die Neuauflage des kleinen Reiseführers „Lieblingsplätze Sauerland“,

Die in Altena lebende Journalistin Maike Förster stellt darin 85 lohnende Ausflugsziele zwischen Soest und Hallenberg vor. Jedem dieser Ziele sind in dem handlichen Taschenbuch zwei Seiten gewidmet. Neben einem ganzseitigen Foto findet man kurze Texte, die über eine reine Beschreibung oft hinausgehen.

„Überall, hinter jeder Biegung, jeder Wand, lauert eine Überraschung“, schreibt die Autorin über das „Curioseum“ und weckt so den Appetit auf einen Besuch im Willenberger Ortsteil Usseln, wo Hans Schlömer in seiner 1500 Quadratmeter großen Scheune alles sammelt, was nicht niet- und nagelfest ist. „Da ragen aus einem Trichter einer Maschine die Beine einer Schaufensterpuppe. Albert Einstein lungert ziemlich derangiert neben einer alten Nähmaschine herum.“

29 Ziele zwischen Hönne und Volme

Man merkt der Altenaerin an, dass ihr der Besuch in diesem Kuriositätenkabinett viel Freude gemacht hat. Natürlich beschäftigt sich das Buch auch mit Sehenswertem im Märkischen Kreis. Genau 29 Ziele zwischen Hönne und Volme listet es auf – auch solche, die selbst hierzulande nicht jeder kennt.

Die Autorin Maike Förster

Wer zum Beispiel hätte gewusst, dass es im Grüner Tal bei Iserlohn ein kleines Museum gibt? Es erinnert an den Schmied und Bildhauer Eduard Balbach, der im Grüner Tal Kunstwerke aus Holz, Metall und Steinen schuf. Eins davon steht sogar in einem Park in New York. Das Balbach-Museum öffnet seine Pforten nur nach Terminabsprache.

Geheimnis des Besteck-Fabriksken

Das ist es, was das Büchlein so interessant macht: Neben den großen, allseits bekannten Zielen findet man viele Geheimtipps. So weckt das Werk Lust auf einen Besuch im Heimatmuseum in Eslohe, das Maschinen präsentiert, die der aus dem Nahmer Tal stammende Fabrikant Eberhard Koenig im Laufe seines Lebens gesammelt hat.

Und wer weiß schon, dass am Oberlauf der Lenne einst Bestecke produziert wurden? Das entsprechende Fabriksken bei Schmallenberg gibt es immer noch, heute zeigen Ehrenamtler die Funktionsweise der Maschinen. Wie vieles andere, was Förster beschreibt, ist auch die Besteckfabrik nur an einigen Tagen pro Woche geöffnet. Gut also, dass zu jedem Ziel eine Kontaktadresse veröffentlicht wird.

Burgaufzug in Altena: Da stimmt was nicht

Viel Akribie steckt in dem Büchlein – und trotzdem unterliefen der Altenaerin und dem Verlag ausgerechnet bei der Beschreibung der Burg Altena ein Fauxpas: Ein Burgaufzug werde dort gerade gebaut, steht auf Seite 135 geschrieben, weil der Text der vorherigen Auflage irrtümlich eins zu eins übernommen wurde. Damals stimmte das, heute ist der Aufzug natürlich längst fertig und vielleicht sogar ein neuer Lieblingsplatz. Doch der rechtstreit um dessen Bau ist noch nicht beendet.

Das Buch „Lieblingsplätze“ ist eine Reihe des im bayerischen Meßkirch ansässigen Gmeiner-Verlages. 26 Bände sind bisher erschienen, die meisten beschreiben deutsche Städte und Regionen. „Lieblingsplätze Sauerland“ kommt in dieser Woche in den Handel. Das Buch kostet 17 Euro.

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