Zwei weitere Einsätze in der Nacht

Maschinenbrand in Firma: Mitarbeiter versuchen selber zu löschen - zwei Männer verletzt im Krankenhaus

In einer Firma in Iserlohn hat eine Maschine gebrannt. Die Mitarbeiter versuchten zunächst selbst zu löschen. Zwei Männer kamen ins Krankenhaus.
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In einer Firma in Iserlohn hat eine Maschine gebrannt. Die Mitarbeiter versuchten zunächst selbst zu löschen. Zwei Männer kamen ins Krankenhaus.

Bei dem Brand einer Maschine in Iserlohn sind am Donnerstagabend zwei Mitarbeiter verletzt worden. Sie kamen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus.

Iserlohn - In dem metallverarbeitenden Betrieb an der Friederich-Kirchhoff-Straße kam es kurz vor 20 Uhr zu einer sehr starken Rauchentwicklung. Die Feuerwehr befürchtete einen Großbrand. Auch mehrfache Menschenrettung werde durchgeführt, hieß es aus der Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises.

Daher wurde das Alarmstichwort mehrfach erhöht und zahlreiche Kräfte in den Ortsteil Iserlohnerheide entsandt. Für die Mitarbeiter, die sich zu diesem Zeitpunkt in der betroffenen Halle aufgehalten haben, war die Situation tatsächlich dramatisch. So wurde noch versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Außerdem wurde ein zunächst als vermisst geltender Mann von seinen Kollegen aus dem Firmengebäude herausgeführt. „Die Männer kamen mit schwarzen, rußverschmierten Gesichtern aus der Halle“, unterstreicht Frank Brenscheidt, Feuerwehr Iserlohn, die Dramatik.

Brand in Iserlohner Firma: 45 Wehrleute im Einsatz

Der Brand indes war schnell unter Kontrolle. Bereits eine Stunde, nachdem mehrere Einheiten der Iserlohner Wehr mit insgesamt 45 Kräften anrückten, wurden umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durchgeführt und Schläuche wieder eingerollt. Doch ganz so schnell, wie es sich Jörg Döring erhofft hatte, war der Einsatz nicht beendet. Die Nachlöscharbeiten an der Maschine und die Lüftung des Gebäudes zogen sich bis in die Nacht. Erst um 0.30 Uhr konnten die letzten Kräfte abrücken. Über etwaige Schäden an Gebäude und Inventar konnte am frühen Abend noch keine seriöse Aussage getroffen werden, aber der befürchtete Großbrand in dem Industriegebiet ist ausgeblieben.

45 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bei dem Brand in Iserlohn vor Ort.

Kurioser Einsatz in Iserlohn: Zeitschaltuhr ruft Feuerwehr auf den Plan

Ein paralleler Einsatz darf wohl mit Fug und Recht als kurios eingestuft werden. Kurz vor 22 Uhr wurden die Löschgruppen Oestrich und Leckingsen sowie ein Rettungswagen in die Hagener Straße alarmiert. Dort vermutete ein Hausbewohner Ungemach, nachdem dort eine elektrische Verteilung erneuert worden war. Allerdings hat er weder Flammen noch Brandgeruch gemeldet, vielmehr ein Rauschen vernommen. Bei der Erkundung konnten die Feuerwehrleute aber schnell feststellen: Die Verteilung tickt noch richtig. Auslöser der Geräusche war nämlich eine Zeitschaltuhr, die aber offensichtlich bestimmungsgemäß arbeitete.

Währenddessen hatte ein Einsatz in der Sporenstraße wesentlich mehr Gefahrenpotenzial. Die Löschgruppen Letmathe und Stübbeken, die während des Maschinenbrandes die Wache in Dortmunder Straße neu besetzten, rückten mit Unterstützung einiger Berufsfeuerwehrleute aus, weil ein Rauchmelder piepte. Tatsächlich wurde starke Rauchentwicklung in einer Wohnung festgestellt, und das Einsatzstichwort auf Feuer 1 erhöht.

Eine zunächst vermisste Person wurde ins Freie geführt und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Angebranntes Essen war die Ursache für den Einsatz mit 35 Kräften.

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