Das sagt die Polizei zur nahe liegenden Vermutung

Bewaffneter Raub auf Spielhalle in Werdohl: War es das "Tankstellen-Trio"?

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Die Spielhalle wurde in diesem Jahr schon zwei Mal überfallen.

[Update, 16.40 Uhr] Werdohl - Zwei bewaffnete Raubüberfälle auf die Spielhalle an der Straße „Am Steinbrink“ innerhalb von nicht einmal drei Wochen. Am Freitagabend stürmten um 21.11 Uhr drei maskierte Täter die Spielhalle in Ütterlingsen, bedrohten den Angestellten mit einer Schusswaffe und entwendeten Bargeld aus der Kasse.

Anschließend flüchteten die Räuber zu Fuß Richtung Innenstadt. Fahndungsmaßnahmen der Polizei verliefen bislang erfolglos. Verletzt wurde bei dem Raubüberfall niemand. Gäste hielten sich zum Zeitpunkt der Tat nicht in der Spielhalle auf. 

Der erste Überfall hatte sich am 16. Januar ereignet. Damals waren zwei bewaffnete und maskierte Täter in die Spielhalle gekommen, hatten den Angestellten mit einer Schusswaffe bedroht und waren unerkannt mit den Einnahmen aus der Kasse entkommen. 

„Ich kann mir nicht erklären, warum diese Spielhalle nun schon zum zweiten Mal überfallen worden ist“, sagte der Besitzer im Gespräch mit unserer Zeitung. Nach dem neuerlichen Überfall gibt der Mann zu, Angst zu haben: „Natürlich mache ich mir Gedanken um meine Mitarbeiter und natürlich auch die Gäste. Ich stelle mir seit dem zweiten Überfall die Frage, ob das alles überhaupt noch Sinn macht.“ Einfach aufgeben wolle er letztlich aber auch nicht. „Eine Videoüberwachung haben wir längst. Diese werde ich jetzt noch einmal verbessern und weiter investieren. Komplette Sicherheit kann es aber wohl auch dann nicht geben“, sagte er. 

Ob zwischen beiden Taten ein Zusammenhang besteht, ist derzeit offen. „Beim zweiten Mal haben die Täter in jedem Fall keine Handschuhe getragen und Fingerabdrücke an unserer Kasse hinterlassen. Ich hoffe, dass sich daraus etwas ergibt“, sagte der Besitzer der Spielhalle. 

Ähnlichkeiten weist die zweite Tat zu den jüngsten Tankstellen-Überfällen im Kreisgebiet auf, als es auch jeweils drei Personen waren, von den mindestens einer eine Schusswaffe mitführte. Zwischen Ende Dezember und Ende Januar wurde auf diese Weise insgesamt vier Tankstellen in Menden und Hemer ausgeraubt. 

Schlugen diese Täter jetzt ein paar Kilometer weiter südlich im Märkischen Kreis zu? „Im Moment gibt es dafür keine Anhaltspunkte. Aber es wird natürlich von den Kollegen überprüft, ob sich ein Zusammenhang herstellen lässt“, sagte Marcel Dilling, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, auf Anfrage unserer Zeitung. 

In Sachen Fahndung nach den drei Tätern von Menden und Hemer gebe es derweil keine neuen Ermittlungsergebnisse, obwohl zuletzt Fahndungsfotos veröffentlicht worden waren

So werden die drei Räuber aus Werdohl beschrieben:

  • Täter 1: ca. 180 cm groß - ca. 25-27 Jahre alt - Kapuzenpulli mit weißer Kordel - graue Jogginghose - maskiert
  • Täter 2: ca. 180 cm groß - ca. 25-27 Jahre alt - helle Wollmütze und karierter Schal vor Mund und Nase - Jeanshose
  • Täter 3: ca. 180 cm groß - ca. 25-27 Jahre alt - rote auffällige Nike Turnschuhe

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Werdohl unter der Rufnummer 02392/9399-0 entgegen.

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