Betrug, Einbruch, Erpressung

Selbst Omas Konto war nicht sicher: Brüder (22/28) aus Altena und Halveraner (25) vor Gericht

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Vor Gericht stehen zwei Brüder aus Altena und ein Mann aus Halver.

Altena – Etliche Delikte werden zwei Brüdern aus Altena und einem Mann aus Halver zur Last gelegt. Selbst das Konto der Großmutter war nicht sicher. 

Zwei 22 und 28 Jahre alte Brüder aus Altena und ein 25-Jähriger aus Halver müssen sich ab  Mittwoch (1. April) vor dem Landgericht Hagen wegen räuberischer Erpressung, einer Reihe von Einbruchsdiebstählen und Computerbetruges verantworten. 

Der 22-jährige Angeklagte soll seinen Vermieter in Altena in zwei Fällen durch Erpressung zur Herausgabe von Geld, nämlich einmal 5000 Euro am 4. Oktober und noch mal 2000 Euro 5. Oktober 2019 gezwungen haben. Der Altenaer soll seinem Opfer angedroht haben, ihn wegen eines erfundenen Sexualdelikts anzuzeigen, wenn er nicht zahlt. 

Außerdem soll er ihm gedroht haben, einen Schlägertrupp aus dem „Dortmunder Norden“ auf ihn zu hetzen, teilt das Landgericht mit. Die beiden anderen Angeklagten hatten sich im Vorfeld bereit erklärt, als Zeugen für das erfundene Sexualdelikt aufzutreten. 

Geld der Großmutter gestohlen 

Weiter soll der 22-jährige Angeklagte mit der Bankkarte seiner Großmutter ohne deren Wissen Geld an einem Bankautomaten in Kierspe abgehoben haben, nämlich 200 Euro und weitere 300 Euro am 1. August 2019, 400 Euro am 1. September 2019 und weitere 70 Euro einen Tag später. 

Schließlich sollen die drei Angeklagten in unterschiedlicher Beteiligung in mehrere Privatwohnungen und ein Unternehmen eingebrochen sein und dort Wertgegenstände gestohlen haben. 

Insgesamt geht es um neun Einbrüchen in Altena und Halver, bei denen das Trio insgesamt knapp 45 000 Euro Bargeld, Schmuck im Wert von rund 22 000 Euro und weitere Gegenstände, überwiegend Elektronikartikel, im Wert von knapp 2000 Euro erbeutet haben. 

Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren

Dem 22-jährigen Haupttäter, der sich in Untersuchungshaft befindet, werden Einbruchsdiebstahl in acht Fällen, räuberische Erpressung in zwei Fällen und Computerbetrug in vier Fällen vorgeworfen. Das Gesetz sieht hierfür in der Regel eine Freiheitsstrafe von einem bis 15 Jahre vor. Der Angeklagte ist vielfach vorbestraft, unter anderem wegen Diebstahls, Betruges und Raubes. 

Dem 25-jährigen Angeklagten aus Halver, der sich ebenfalls in Untersuchungshaft befindet, werden Einbruchsdiebstahl in fünf Fällen und Beihilfe zur räuberischen Erpressung sowie zum Computerbetrug vorgeworfen. Das Gesetz sieht hierfür in der Regel eine Freiheitsstrafe von bis zu elf Jahren und drei Monaten vor. 

Der Angeklagte soll ebenfalls mehrfach vorbestraft sein, unter anderem wegen Betäubungsmitteldelikten, Unterschlagung, Diebstahls, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Betruges, Nötigung, räuberischer Erpressung, Missbrauchs von Notrufen und Vortäuschen einer Straftat. 

Sieben Verhandlungstage

 Dem 28-jährigen Angeklagten aus Altena, der sich auf freiem Fuß befindet, werden Einbruchsdiebstahl in zwei Fällen und Beihilfe zur räuberischen Erpressung vorgeworfen. Das Gesetz sieht hierfür in der Regel eine Freiheitsstrafe von bis zu elf Jahren und drei Monaten vor. Der Angeklagte soll ebenfalls vielfach wegen Betruges vorbestraft sein. Für das Verfahren, das heute um 9 Uhr vor dem Landgericht in Hagen beginnt, sind sieben Verhandlungstage bis zum 30. Juni vorgesehen.

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