Betrüger und Erpresser im Kreis unterwegs: Das rät die Polizei 

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Über soziale Medien versuchte ein Unbekannter, einen Iserlohner zu erpressen.

Märkischer Kreis - Betrüger und Erpresser treiben im Märkischen Kreis ihr Unwesen. Sie hacken Internet-Konten, um ans Geld der Opfer zu gelangen. Die Polizei hat ein paar Tipps, um nicht in die Falle zu tappen.

Mit verschiedenen Tricks versuchen derzeit Betrüger, Bürger im Märkischen Kreis um ihr Geld zu bringen. In Altena misslang der Versuch. Ein Mann aus der Burgstadt stellte laut Polizei in der vergangenen Woche fest, dass jemand sein E-Mail-Konto gehackt hatte. 

Außerdem nahm der Fremde Zugriff auf mehrere Konten, die der Altenaer bei Online-Kaufhäusern besitzt. Ein Versuch, dort Ware zu bestellen, misslang jedoch. 

Iserlohner mit Fotos erpresst

Ohne Erfolg blieb auch ein Erpressungsversuch: Ein Mann aus Iserlohn sollte Geld zahlen, damit keine Bilder von ihm veröffentlicht werden. Ein Unbekannter hatte ihm gedroht. 

Die Geschichte ist bitter: Eine Frau hatte ihn über den Nachrichtendienst Google Hangout angeschrieben. Er schickte ihr Fotos von sich und verriet seinen Facebook-Namen. 

Kurz danach meldete sich der Erpresser, der auch Zugriff auf das Facebook-Profil des Iserlohners hatte. Denn der Erpresser verwendete Informationen, die eigentlich nicht öffentlich einsehbar sind. Doch der Iserlohner erstattete Anzeige bei der Polizei und zahlte nicht. 

Und ein Mendener hatte nach der Rückkehr aus dem Urlaub einen Mobilfunkvertrag am Hals, den er gar nicht bestellt hatte. Ebenso wie ein teures Smartphone, für das ebenso die Rechnung ins Haus flatterte. Ein weiterer Fall von Datenausspähen und Betrug. 

„Alle Fälle geben uns Anlass, erneut auf die Bedeutung sicherer Kennwörter hinzuweisen“, sagt die Kreispolizeibehörde. Die Tipps: 

Starke Passwörter mit Eselsbrücke 

Passwörter, die aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Wer sich das merken soll? Der Tipp: „Man bildet einen Merksatz. Das jeweils erste Zeichen wird fürs Passwort verwendet.“ 

Ein Beispiel: „Ich finde, dass ich jeden 2. Tag frei haben sollte.“ Daraus wird das Passwort: „If,dij2.Tfhs.“ Besonders wichtig sind starke Passwörter für E-Mail-Konten, über die Passwörter für andere Konten zurück gesetzt werden können. 

Anmeldung bestätigen

 Das funktioniert folgendermaßen: Man aktiviert die 2-Faktor-Authentifizierung. Immer, wenn sich jemand an einem neuen Gerät oder Browser anmeldet, muss die Anmeldung an einem der bekannten Geräte/Browser bestätigt werden. 

Daten sparsam veröffentlichen 

„Ihr Geburtsdatum muss nicht jeder kennen“, appelliert die Polizei. Aktuelle Viren-Programme sind nützlich. Zudem sollte man auf Facebook keine Freundschaftsanfragen von Leuten annehmen, die man nicht kennt. „Keine intimen Fotos verschicken. Die lassen sich nie mehr einsammeln. 

Kontrollieren Sie, ob es doppelte Profile unter Ihrem Namen gibt. Sie könnten von Betrügern stammen.“ Bei Datenmissbrauch: Beweise sichern, durch Screenshots, Aufschreiben von Uhrzeiten und Namen und dann Anzeige erstatten.

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