Schulausschuss ist beeindruckt

Bestnoten für Berufskolleg in Halver-Ostendorf

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Ulrich Fröndhoff (3. v. l.), Schulleiter des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs, stellte den Mitgliedern des Kreisschulausschusses die Einrichtung vor und erntete ein Menge Anerkennung.

Märkischer Kreis  - Die „Qualitätsanalyse“ hat das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Halver-Ostendorf mit Bravour bestanden, die Einrichtung macht einen gepflegten Eindruck und der Wechsel von Schülern und Lehrern vom Standort Altena zum Hauptsitz ist eingeleitet. Dafür gab's viel Lob von der Politik.

Der Schulausschuss des Kreises hat bei seinen Besuchen vor Ort in den Bildungseinrichtungen schon einiges erlebt – Positives wie Negatives. Im Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Halver-Ostendorf fragten die Politiker vergeblich nach „miesen Ecken“. Die Schule ist wirklich „top“, stellte Grabriele Wallbaum-Strecker (CDU) nach dem Rundgang fest. Den Gesamteindruck hatte Schulleiter Ulrich Fröndhoff mit einer Reihe von erfreulichen Fakten untermauert. Ein paar Wünsche gibt es aber dennoch.

Ulrich Fröndhoff, seit August als Nachfolger von Wolfgang Metzen an der Spitze der „Kaufmännischen“ in Halver-Ostendorf und der Noch-Dependance in Altena, sieht die einst heftig diskutierte Verlagerung hin zum Hauptstandort unaufgeregt. Derzeit werden noch 208 Schüler in der Burgstadt unterrichtet, Mitte nächsten Jahres ist dort Schluss. 1540 Schüler belegen derzeit die verschiedenen Fächer in Ostendorf. „Räumlich stoßen wir zwar an unsere Grenzen, aber insgesamt funktioniert es.“ Für die Industriekaufleute gibt es in Halver eine fünfte Klasse, für die Schüler des Einzelhandels hat der Kreis eine spätere Busverbindung eingerichtet, nannte Fröndhoff zwei Beispiele, um die Konzentration zu ermöglichen. Der Kreistagsbeschluss zur Aufgabe des Standortes Altena habe keineswegs zu einer Abwanderung in andere Einrichtungen geführt. „Die Anmeldezahlen sind stabil.“ Lediglich Schüler aus Plettenberg seien „abhanden“ gekommen. Sie hätten sich offenbar umorientiert.

Dass die Schule als Ganzes ihren „Stresstest“ mit der Qualitätsanalyse durch das Ministerium hervorragend bestanden habe, mache den Start als Schulleiter dann doch leichter, so Fröndhoff. Gebäudesituation, Infrastruktur, Sauberkeit – alles habe bei den Prüfern einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Parallel zeigten sich Ausbilder, Eltern und Lehrer engagiert und zufrieden. „Das ergibt zusammen eine Gesamtnote von 1 bis 2 für das Berufskolleg.“

Noch ist aber nicht alles im grünen Bereich. Der fehlende Aufenthaltsbereich für die Schüler ist für Fröndhoff ein deutliches Defizit innerhalb des Gebäudes. „Hier haben wir Nachholbedarf.“ In den bisher von den Schülern genutzten Räumen sind die Abteilungsleiter des Kollegs eingezogen. Ein drittes Lehrerzimmer für das 90-köpfige Kollegium wird hergerichtet – auch das eine Folge des Umzugs. Eine Lösung für das W-Lan-Problem ist dagegen nicht in Sicht. In dem Betongebäude wären für eine vernünftige Vernetzung diverse Access-Points notwendig. Die aber sind teuer und deshalb steht eine Aufrüstung auch nicht unmittelbar bevor. Immerhin gibt’s eine Richtfunkleitung vom Kreishaus. „Damit ist das Datenvolumen enorm gestiegen.“ Eine optische Aufwertung soll die Cafeteria erfahren, damit sie „einladender wirkt“. Fröndhoff: „Insgesamt sind 90 bis 95 Prozent der Räume in Schuss.“ Auch die Infrastruktur für Inklusion sei vorhanden.

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