Impfung empfohlen

Besonders für Babys gefährlich! 96 Fälle von Rotavirus im Märkischen Kreis 

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Mit einer Impfung kann die Ansteckung verhindert werden. 

Märkischer Kreis – Hochansteckend und insbesondere für Säuglinge sehr gefährlich: Befunde von Rota-Viren sind daher meldepflichtig. Im Märkischen Kreis gab es 96 Fälle. Übertragen werden sie durch Stuhl-Reste.

„Im Märkischen Kreis ist die Anzahl der nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Rotavirus-Fälle im Jahr 2018 wieder gesunken. Insgesamt wurden 96 Infektionsfälle gemeldet, in 2017 waren es 157 Fälle.“ Das teilte jetzt die AOK Nordwest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. 

„Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. Daher raten wir allen Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen und Kleinkindern vorzunehmen und auf bestimmte Hygieneregeln zu achten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider. Rotaviren verursachen Durchfälle, Erbrechen und Bauchschmerzen. 

Hoher Flüssigkeitsverlust droht

Im Vergleich zu anderen Durchfall-Erkrankungen verläuft die durch Rotaviren verursachte Magen-Darm-Erkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern häufig schwer. Sie reagieren besonders empfindlich auf den Flüssigkeits- und Salzverlust. 

Es gibt keine Medikamente gegen Rotaviren

Da es keine Medikamente gegen Rotaviren gibt, werden nur die Beschwerden gelindert. Besonders wichtig sei es dabei, genügend Flüssigkeit zuzuführen. Denn wenn der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen werden kann, kann der Zustand der Betroffenen lebensbedrohlich werden.

STIKO empfiehlt die Impfung

„Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Säuglinge eine Schluckimpfung gegen Rotaviren, die von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt wird“, so Schneider. Je nachdem welcher Impfstoff verwendet wird, sind zwei oder drei Impfstoffdosen in einem Mindestabstand von vier Wochen notwendig.

Übertragung durch Schmierinfektion

Da Rotaviren hoch ansteckend und leicht übertragbar seien, können sich auch Erwachsene mit dem Virus infizieren. Die Übertragung erfolgt meistens über eine Schmierinfektion. Die Viren werden durch kleinste Stuhl-Reste an den Händen weitergegeben. Von der Hand gelangen die Erreger in den Mund und weiter in den Verdauungstrakt. 

Auch Senioren sind gefährdet

Die Ansteckung erfolgt über verunreinigte Gegenstände wie Handgriffe, Toiletten, Armaturen oder auch über Lebensmittel, auf denen Erreger haften. Neben Kleinkindern, die häufig die Hände oder Sachen in den Mund nehmen, sind aber auch Senioren und Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem gefährdet. 

Hygieneregeln sind zu beachten

„Umso wichtiger ist es, bestimmte Hygieneregeln zu beachten, die vor den Erregern schützen können“, so Schneider. Dazu gehört es, sich die Hände immer wieder zwischendurch gründlich mit Seife zu waschen und ein wirksames Desinfektionsmittel zu verwenden. Das RKI empfiehlt Produkte in der Wirkkategorie „begrenzt viruzid PLUS“. Weitere Informationen dazu gibt es auch in jeder Apotheke.

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