Bahnstrecke von Hemer nach Dortmund gefordert

HEMER / MENDEN ▪ Heute wird es in Hemer im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr spannend. Denn es geht um die Frage, ob die Gleisverbindung zwischen Hemer und Menden bleibt, oder ob der bisherige Beschluss, stattdessen auf der Trasse entlang der B 7 einen Radweg zu errichten, weiter gilt. 

Im Kern geht es den Befürwortern der Bahn um eine schnelle Anbindung an das Oberzentrum Dortmund. Die Stadt wäre von Hemer in 40, von Menden in 30 Minuten zu erreichen.In einem Bürgerantrag, unterzeichnet vom Hemeraner Pfarrer Dr. Hans Lohmann, bittet er Verwaltung und Politik, mit dem Abbau der Gleise mindestens bis zum Abschluss der Beratungen zum neuen Nahverkehrsplan für den Schienenpersonenverkehr in den nächsten Wochen zu warten. In seiner Begründung heißt es: „Die im Jahr 2010 durchgeführten Pendelfahrten haben die Vorteile einer solchen Direktverbindung für die Bürgerinnen und Bürger Hemers erahnen lassen. Die vom Förderverein Oesetalbahn angebotenen Pendelfahrten nach Dortmund sind trotz schmalster Werbung sehr gut angenommen worden. Die Züge waren voll ausgelastet.“ Auf diesen Zug springt auch Vereinsmitglied Matthias Gast auf: „Wir haben mit unseren Fahrten gezeigt: Es geht!“

Auf großes Interesse stößt in Menden eine Anbindung an Dortmund. In der Stellungnahme der Stadt zum Entwurf des Nahverkehrsplans (NVP) heißt es unter anderem: „Der NVP sollte die Bedeutung der Stadt Menden stärker berücksichtigen, handelt es sich doch um ein Nachfragepotenzial von rund 60 000 Einwohnern. Nimmt man die Städte Balve und Neuenrade hinzu, wohnen im Einzugsbereich der Hönnetalbahn rund 85 000 Menschen. Und schließlich würde dieses Potenzial durch die Anbindung Hemers auf 120 000 Einwohner anwachsen. Anschaulich wurde dieses Potenzial im Direktverkehr Hemer-Dortmund durch Sonderfahrten des Oesetalbahnvereins. Die Fahrten waren sehr stark nachgefragt und die Reaktionen der Fahrgäste durchweg positiv.

Zum Nachfragepotenzial zählen neben Berufs- und Ausbildungsverkehren vor allem Freizeitverkehre. Und in steigendem Maße sind die Städte des Hönnetals auch an Freizeitpendlern, wie Tagesausflüglern aus dem Ruhrgebiet interessiert.“

Der Märkische Kreis werde eine Strecke zwischen Hemer, Menden und Dortmund mittragen, erklärte gestern Wolfgang Ewald, Fachbereichsleiter Bau, Kataster und Vermessung und zuständig für den Nahverkehr. - be

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