Im Bereich der beiden Städte Kierspe und Halver

Bahn investiert 12,5 Millionen Euro in die Volmetalstrecke

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Noch ist es nur ein Gleis, doch in den nächsten gut sechs Monaten wird ein zweites hinzukommen. Ebenso ein barrierefreier Mittelbahnsteig – mit Wetterschutz, Schriftzuganzeiger und Fahrausweisautomat – und eine 75 Zentimeter hohe Schallschutzmauer.

Kierspe/Halver - „Es ist schon etwas Besonderes, wenn neue Bahnstationen in Betrieb genommen oder wieder reaktiviert werden“, meinte DB-Pressesprecher Dirk Pohlmann, als am Mittwoch im Kiersper Rathaus die Maßnahmen für die Wiederinbetriebnahmen der Bahnstationen in Kierspe und Oberbrügge vorgestellt wurden.

Mehr als 12,5 Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn in die Volmetalstrecke im Bereich der beiden Städte Kierspe und Halver. Während die Kosten für die Bahnsteige in den beiden Bahnstationen mit jeweils 950.000 Euro veranschlagt werden, verschlingt die Erneuerung der rund 450 Meter langen und bis zu 16 Meter in den Boden reichenden Stützmauer (Sicherung des Hangs zur Volme) fast 3,75 Millionen Euro.

Der größte Betrag von mehr als 4 Millionen Euro muss für den Neubau von zehn Bahnübergangssicherungen ausgegeben werden, erklärte Sebastian Brinkmann, Leiter Anlagenmanagement Regionalnetz. So werden die Bahnübergänge Sankel und Eiskeller sogenannte vorgeschaltete Lichtzeichen auf der B 54 erhalten. Wenn ein Zug kommt, wird der Straßenverkehr gestoppt, damit eine Räumung des Übergangs, der an beiden Stellen keine Aufstellflächen bietet, gewährleistet ist.

Dagegen könnten am Bahnübergang Herlinghauser Weg mangels Platzes keine Schranken gebaut werden. Dort gibt es eine Lichtzeichenanlage plus akustisches Signal. Dies alles mit dem Ziel, die Züge im Stundentakt durchs Volmetal fahren und in Kierspe sowie Oberbrügge halten zu lassen. Dafür sei eine Erhöhung der Geschwindigkeit notwendig, also müssten die Bahnübergänge, an denen die Züge derzeit noch langsam fahren, gesichert werden.

Informierten über die Maßnahmen, die notwendig sind, damit in Kierspe und Oberbrügge die RB 25 wieder halten kann: Katja Nowak-Müller, Sebastian Brinkmann, Ralf Fielenbach, Christian Sasse, Frank Emde und Michael Brosch (von rechts).

Außerdem wird Kierspe zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut, das heißt, es gibt ein zweites Gleis, Weichen und Signaltechnik – die insgesamt Kosten in Höhe von 1,05 Millionen Euro verursachen wird –, sodass sich die Züge begegnen können. Aus diesem Grund, so erklärte Christian Sasse, DB Regio NRW, werde die Strecke zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid ab dem 24. Juni bis zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember gesperrt.

Die Fahrgäste würden auf vielfältige Weise – Online, Banner, Flyer, Whatsapp, Fahrplanhefte et cetera – darüber informiert, dass ersatzweise Busse fahren werden, bereits im Stundentakt. Zudem könne man durch zusätzliche Fahrten der RB 52 von Brügge über Hagen nach Köln mit dem Zug fahren. Ebenso wurde von den DB-Verantwortlichen betont, dass am 30. Juni wegen des Autofreien Volmetals keine Baumaschinen unterwegs sein werden. Nachts werde ebenfalls nicht gearbeitet.

Derzeit geht man davon aus, dass mit dem Bau des Bahnsteigs in Oberbrügge Ende Juli, mit dem in Kierspe sowie des Kreuzungsbahnhofs am 2. September begonnen wird. Nach Sperrung der Strecke werde man in diesem Monat mit den Bahnübergängen beginnen. Katja Nowak-Müller (NWL) freute sich, dass es nun bald zum angestrebten Lückenschluss komme und die Ziele „Stundentakt nach Köln und nach Hagen/Dortmund“ erreicht würden. 

Angesichts des Klimawandels seien Mobilitätsänderungen erforderlich, dazu könnte die Volmetalbahn beitragen. Auch Kierspes Bürgermeister Frank Emde ging mit Blick auf das Thema Klimawandel kurz auf den Volmetalradweg ein, der die vier Kommunen einmal miteinander verbinden soll. Mit dem NWL sei man zudem bereits in Gesprächen hinsichtlich einer Fahrradstation am ZOB.

Halvers Bürgermeister Michael Brosch bezeichnete das Engagement, die Volmetalbahn wieder zu reaktivieren, als das „Herzstück“ der Regionale 2013, da es ein gemeinsames Projekt aller vier Kommunen sei.

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