Bahn soll bis Hagen mehr Gas geben

MÄRKISCHER KREIS ▪ Die Regionalbahn RB 52 soll künftig samstags und sonntags eine Stunde eher aus Lüdenscheid starten. Bislang ist an Samstagen die erste Ankunft im Knotenpunkt Hagen um 6.47 Uhr, an Sonntagen zwei Stunden später.

Das wird für den neuen Plan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) vorgeschlagen. Auch sollen die Anschlüsse der RB 52 zum Regionalexpress nach Essen und Bochum verbessert werden. „Hier werden heute mit vier beziehungsweise zwei Minuten Übergangszeit verlässliche Anschlüsse knapp verpasst“, heißt es in dem Entwurf, über den am 25 Januar der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr (Kreishaus Lüdenscheid, 17 Uhr) beraten wird. Außerdem soll die Reisegeschwindigkeit zwischen der Kreisstadt und Hagen erhöht werden. Das geringe Tempo auf der Strecke bis ins Oberzentrum Dortmund sei Haupthindernis für deutlich mehr Nachfrage. Im Entwurf für den Nahverkehrsplan wird außerdem ein Konzept für einen 30-Minuten-Takt zwischen Brügge und Dortmund gewünscht. Der Märkische Kreis hat auf Lüdenscheid als nachfragestärksten Halt hingewiesen und deshalb Planungen für die Gesamtstrecke gefordert.

Unklar sei hingegen noch die bessere Verknüpfung aus Lüdenscheid in Richtung Köln oder Münster. Die Volmetalbahn und der Regionalexpress 7 verkehrten heute in völlig unterschiedlichen Zeitlagen. Sollten konkret diese beiden Linien besser angebunden werden, so müssten die Abfahrtszeiten aus Lüdenscheid um eine halbe Stunde verändert werden. „Dies hätte weitreichende Konsequenzen, die genau zu prüfen und abzuwägen wären.“

Ein wichtiges Kapitel im neuen Planungsvorhaben nimmt der Ausbau der Strecke Marienheide – Meinerzhagen – Brügge ein. Die Stadt Meinerzhagen hat in einer Stellungnahme die für 2013 vorgesehene Reaktivierung des Abschnitts bis Marienheide ausdrücklich begrüßt und drängt darauf, dass dieses Vorhaben im großen Nahverkehrsbereich Westfalen-Lippe seinen Stellenwert behält. Auch die Verkehrsplanung der Stadt Kierspe sei auf die Strecke Meinerzhagen – Brügge ausgerichtet. Halver wünscht ebenfalls einen Lückenschluss.

Deutlich gemacht hat der Märkische Kreis in seiner Stellungnahme, dass bei der künftigen Aufteilung der Regionalisierungsmittel die beiden weiteren nordrhein-westfälischen Verkehrsverbände im Schienenpersonen-Nahverkehr im Ruhrgebiet (VRR) und im Rheinland (NVR) gegenüber Westfalen-Lippe nicht bevorzugt werden dürfen. - be

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