„Autofreies Volmetal“: Wiederholung noch offen

Eike Immel (v. r.) schrieb fleißig Autogramme für die Initiative „Traumwolke“ , noch gefragter waren am Sonntagnachmittag die Regencapes am Stand des Märkischen Kreises.

MÄRKISCHER KREIS – Geht es nach der großen Mehrheit der Teilnehmer, dann muss der Aktionstag „Autofreies Volmetal“ unbedingt wiederholt und zu einer festen Einrichtung in der Region werden.

Ob es dazu kommt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Dann geht es in der Nachbesprechung zwischen Kreis und den Bürgermeistern der beteiligten Städte Meinerzhagen, Halver, Kierspe und Lüdenscheid auch um eine Neuauflage. „Jetzt sind wir erst einmal erschöpft, aber glücklich“, so Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper.

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Die umfangreichen Vorbereitungen – vom Sicherheitskonzept bis zur Standverteilung – seien schon nervenaufreibend gewesen, unterstreicht Regionale-Beauftragter Frank Adler. Jetzt aber seien die Organisatoren zufrieden – nur nicht mit dem Wetter. „7000 Besucher für eigentlich nur einen halben Tag wegen des einsetzenden Regens war für die erste Veranstaltung dieser Art schon klasse“, unterstreicht Kreis-Pressereferent Hendrik Klein.

Der Einsatzstab im Meinerzhagener Rathaus und – für alle Fälle – im Katastrophen-Schutzzentrum im Lüdenscheider Kreishaus habe sich bewährt. Insgesamt elf Einsätze notierten die Sanitäter, drei davon  mit Rettungswagen und Notarzt. Während die meisten Einsätze lediglich kleinere Blessuren als Ursache hatten, stürzte ein Radfahrer zwischen Meinerzhagen und Kierspe schwer. Er schlug mit dem Kopf auf die Fahrbahn, zog sich eine blutende Kopfverletzung zu und musste mit dem Rettungswagen ins Klinikum Hellersen gefahren werden. Klein: „Für eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist das erfreulich wenig.“ Insgesamt waren an der Strecke rund 200 Helfer im Einsatz.

Eine der fünf Fotostrecken zum Thema:

Autofreies Volmetal 2

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Über Organisation und Stimmung war auch der neue NRW-Verkehrsminister Michael Groschek voll des Lobes. „Erst am Donnerstag vereidigt, hatte er spontan für Sonntag zugesagt“, freute sich Adler über sein Kommen. Es blieb allerdings nicht bei seiner ersten Fahrt mit einem E-Bike durch das am Vormittag noch trockene Volmetal. Von seiner ersten Dienstreise nahm er gleich ein dringendes Anliegen der märkischen Politiker, zusammengefasst in einer Resolution, mit. In dem Papier geht es um die beschleunigte Realisierung der Radwegeinfrastruktur. Denn das Land stellt seit einigen Jahren keine Gelder mehr für Planungsleistungen bereit und die finanziell schwachen Kommunen können nicht als Ersatz einspringen. In der Resolution, unterzeichnet vom Landrat und den 15 Bürgermeistern des Kreises, wird das Land aufgefordert, für den Aus- und Neubau von Radwegen die erforderlichen Mittel bereit zu stellen.

Während die Resolution noch trocken in der Jackentasche des Ministers verschwand, waren Teilnehmer und Standbetreiber dann den Regengüssen mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert. Am Stand des Kreises schrieb Eike Immel Autogrammkarten zu Gunsten der Initiative „Traumwolke“, noch gefragter aber waren die MK-Regencapes.

„Die Aktion hat gezeigt, dass die Städte große Herausforderungen und Aufgaben nur gemeinsam angehen können und dabei neues Selbstbewusstsein erfahren“, unterstrich Dienstel-Kümper. „Es war eine vorbildliche Veranstaltung dank des großen Engagements der Bürger und der Geduld der Anwohner, an einem Tag nicht gleich ins Auto vor der Haustür steigen zu können.“ - be

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