„Ausweis-Automat“ im Hemeraner Rathaus spart Zeit

Bürgerbüroleiter Jörn Knipping erläutert die Funktionen des neuen Selbstbedienungsterminals im Hemeraner Rathaus.

Hemer  - Die Vorfreude auf die verdiente Urlaubsreise ist groß, der Pass allerdings abgelaufen. Ein Besuch im Bürgerbüro der Stadt Hemer zur Ausweisverlängerung steht also an. Kein Problem, doch in der Hektik wurde vielleicht vergessen, vor dem Termin biometrische Passbilder anfertigen zu lassen. Dank eines neuen Selbstbedienungsterminals, einer Art „Ausweis-Automat“, stellen solche Situationen aber ab sofort in Hemer keine Schwierigkeiten mehr dar.

„Wir möchten den Bürgern den Behördengang so unkompliziert und bequem wie möglich anbieten“, begründet Bürgerbüroleiter Jörn Knipping die Anschaffung einer so genannten „Speed Capture Station“. Dieses Selbstbedienungsterminal dient zur digitalen Erfassung biometrischer Kundendaten. „Gespeichert werden Passfoto, Unterschrift und Fingerabdrücke. Die Bürger können ihre Daten selbstständig erfassen, bevor sie im Bürgerbüro den Antrag auf ein Ausweisdokument stellen“, so Knipping weiter.

Die Handhabung ist kinderleicht, für Rollstuhlfahrer geeignet und das Gerät stellt sich auch automatisch auf die Körpergröße des Nutzers ein: Die Benutzer werden über eine einfache Bildschirmanzeige, wahlweise in sechs Sprachen (deutsch, englisch, russisch, spanisch, türkisch, französisch) durch den Erfassungsvorgang geleitet, wobei die Passbilder automatisch auf Tauglichkeit für amtliche Ausweisdokumente überprüft werden. 

Der Datenschutz sei der Stadt Hemer natürlich besonders wichtig, so Knipping. „Die Daten werden auf dem Server der Stadt Hemer gespeichert und können anschließend direkt beim Sachbearbeiter im Bürgerbüro abgerufen und für den Pass- oder Ausweisantrag genutzt werden.“ Sind die Daten korrekt erfasst, kostet dieser Service zusätzlich zur normalen Ausweisgebühr 5,90 Euro. Die Kosten fallen auch nur einmalig an. Falls gleichzeitig ein neuer Personalausweis und Reisepass beantragt werden, bleibt es bei der Gebühr. Rund 5000 Dokumente werden pro Jahr im Rathaus ausgestellt. Der Hersteller des Geräts ist am Gebührenaufkommen beteiligt.

Die erfassten Daten sind ausschließlich für Ausweisdokumente nutzbar, ein Ausdruck eines Passfotos ist nicht möglich.

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