Ein Kommentar

Ausgangssperre im Kampf gegen Corona: Der letzte Schuss
muss sitzen

Jan Schmitz
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Jan Schmitz

Der Märkische Kreis erlässt eine Ausgangssperre. Es ist nicht die erste Coronaschutzmaßnahme, um die Lage in den Griff zu bekommen. Ein Kommentar - also ein Meinungsbeitrag - von Jan Schmitz:

Jetzt also doch. Der Märkische Kreis zieht im Kampf gegen die immer noch viel zu hohen Corona-Fallzahlen den letzten ihm verbliebenen Pfeil aus dem Köcher und legt an. Er zielt damit auf wenige, trifft aber alle.

Die Einführung der Ausgangssperre ist auch das Eingeständnis, dass es Polizei und Ordnungsbehörden nicht gelungen ist, die geltenden scharfen Regeln konsequent umzusetzen und hart zu sanktionieren. Die Kontrolle auf nächtlichen Straßen erscheint da vielversprechender.

Je länger man darüber nachdenkt, umso mulmiger wird das Gefühl. Denn im Ergebnis heißt es: Wer sich nachts draußen bewegt, muss damit rechnen, sich gegenüber der Staatsmacht erklären zu müssen – ob mit Hund oder ohne, ob im Auto oder zu Fuß. Jeder, der sich dort aufhält, ist erst einmal verdächtig. Es sind Verhältnisse, die man fürchten kann.

Im Märkischen Kreis ist die Ausgangssperre zunächst ein Experiment für acht Tage. Die wenigsten Bürger wird es es betreffen. Die meisten bleiben nach Monaten des Lockdowns eh abends zuhause. Der Erfolg dieser weitreichendsten Maßnahme misst sich an der Entwicklung der Infektionszahlen. Der letzte Schuss muss sitzen.

Alle aktuellen Entwicklungen der Corona-Lage lesen Sie im Newsticker für den Märkischen Kreis.

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