Registrierungsaktion am 4. Juni

Ramona (16) hat Blutkrebs – So könnt ihr helfen

Ramona Friesen aus Attendorn hat Blutkrebs.

Attendorn - Ramona (16) hat Blutkrebs. Ihre Hoffnung und die ihrer Eltern liegt in einer Stammzellenspende. So könnt ihr helfen, Ramonas Leben zu retten.

Eine Stammzellenspende ist oftmals der letzte Strohhalm, an den sich Leukämieerkrankte klammern. Die Hoffnung auf Erfolg dieser Therapie ist groß. Auch die 16-jährige Ramona Friesen aus Attendorn setzt auf diese Möglichkeit der Heilung. Eltern, enge Freunde, ihr Verlobter und Schulvertreter organisieren, in Kooperation mit der DKMS, eine großangelegte Registrierungsaktion am Dienstag, 4. Juni, um Ramonas genetischen Zwilling zu finden.

„Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“ – so simpel wie die DKMS für die Registrierung für Stammzellenspender wirbt, ist es auch. Nur wenige Minuten dauern die Abstriche von der Wangenschleimhaut potenzieller Spender. Dank neuer Verfahren „werden keine Blutproben mehr abgenommen“, erklärt Unterstützerin Bettina Steinbauer (DKMS) bei einer Pressekonferenz. Hürden würden so gering gehalten. Die Typisierung ist im Übrigen kostenlos. Zwar fallen pro Teilnehmer Kosten von 35 Euro an, „dieser Betrag ist aber absolut freiwillig“, verdeutlicht Steinbauer, die sich dennoch über Spenden freut.

Während Freunde und Familie mit T-Shirts und auf Social-Media-Plattformen Reichweite und Aufmerksamkeit für die Aktion generieren, ist die 16-jährige Ramona in der Dortmunder Kinderklinik in Behandlung. Eine erste Standard-Chemotherapie über acht Tage sowie den ersten Block über mehrere Woche hat sie bereits hinter sich gebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt ging alles rasend schnell, erinnert sich Ramonas Mutter.

Ramonas Verlobter Ben (3. v. r.) und ihre Mutter (2. v. r.) sowie Freunde und Schirmherr der Aktion Christian Pospischil werben für die Spendenaktion.

„Sie war erschöpft, blass und müde.“ Nach einer Blutentnahme beim Hausarzt wurde die junge Frau umgehend in das Lüdenscheider Krankenhaus eingewiesen – Grund war das besorgniserregende Blutbild - das war im Februar. Aufgrund ihres jungen Alters entschieden sich die Ärzte für die Überlieferung an das Kinderklinikum Dortmund. Derzeit sei ihr Zustand eher kritisch. „Sie nimmt alle Nebenwirkungen mit, die es gibt. Nasenbluten, Fieber, Gewichtsverlust“, sogar ihr Sehvermögen habe sie für drei Tage verloren. 

Ramonas Zustand lässt schon erahnen, was ihre Familie ausspricht: „Warten und hoffen reicht nicht. Wir wollen keine Zeit verlieren“, appelliert ihre Mutter. Deshalb hoffen alle, die Ramona nahe stehen, auf eine große Teilnahme an der Spendenaktion am Dienstag, 4. Juni, die von 15 bis 20 Uhr in der Mensa der Hanseschule Attendorn (Wiesbadener Straße 2) stattfindet.

Nach dem Wangenabstrich werden die Gewebemerkmale auf einer Datenbank abgespeichert, auf die weltweit zugegriffen werden kann. Wer sich also für eine Typisierung entscheidet, kann Menschen auf der ganzen Welt helfen. „Es gehen Spender aus jeder Aktion hervor“, bestätigt Bettina Steinbauer. Das sei auch im Sinne der erkrankten Ramona, die aufgrund ihres Zustands nicht an der Pressekonferenz teilnehmen konnte. In einer Mitteilung erklärt sie: „Viele Patienten warten dringend auf einen passenden Spender. Das erlebe ich im Krankenhaus täglich. [...] Bitte kommen Sie zur Aktion und lassen sich registrieren. Es dauert nur fünf Minuten und Sie schenken damit mir und allen betroffenen Patienten und Familien das Wertvollste, was es gibt – die Hoffnung auf ein zweites Leben.“ - Ina Zeppenfeld

Details zum Verfahren bei übereinstimmenden Gewebemerkmalen unter www.dkms.de/de/spender-werden

Voraussetzungen

  • Potenzielle Stammzellenspender müssen zwischen 17 und 55 Jahre alt sein 
  • Mindestgewicht 50 Kilogramm, Obergrenze ist ein BMI von >40. 
  • Menschen mit Autoimmunerkrankungen (Diabetes, Rheuma), psychischen Erkrankungen sowie (ausgeheilten) Krebserkrankungen, Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen und Suchterkrankungen sind ausgeschlossen. 
  • Es gibt auch noch weitere Ausschlusskriterien.

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