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Betriebe sollen Potenziale nutzen

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Wie kann die Zukunft junger Menschen in dieser Region aussehen? Anworten darauf wollen verschiedene Akteure bei einer Fachtagung im Haus Nordhelle am 22. Januar finden.
Wie kann die Zukunft junger Menschen in dieser Region aussehen? Anworten darauf wollen verschiedene Akteure bei einer Fachtagung im Haus Nordhelle am 22. Januar finden.

MÄRKISCHER KREIS -  Der demografische Wandel erfasst nicht allein die ältere Generation. Von den gesellschaftlichen Veränderungen sind die jungen Menschen genauso betroffen. Deshalb wird sich der Arbeitskreis „Demographie – lebenslanges Lernen“ am 22. Januar im Haus Nordhelle in Meinerzhagen-Valbert der Situation der Schüler, Auszubildenden und Studenten, aber auch der Unternehmen widmen.

Unter dem Titel „Suchen – Finden – Halten – Übergänge von der Schulbank ins Berufsleben“ werden sich unter der Moderation der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Crone Vertreter von Städten und Gemeinden, der Kirchen, Kammern, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Volkshochschulen und Wohlfahrtsverbände über die aktuelle und die zu erwartende Situation austauschen. „Die Zahl der Lehrverträge geht zurück, aber wir brauchen die Arbeitskräfte vor Ort und müssen die entscheidenden Weichen stellen“, unterstrich Crone, die auf eine große Resonanz auf die Tagung hofft. „Angesprochen sind alle, die mit jungen Menschen zu tun haben“, erklärte die Parlamentarierin bei der Vorstellung des Programms im Lüdenscheider Rathaus. Nach Begrüßung (8.30 Uhr) und Eröffnung der Tagung (9.30 Uhr) wird Professorin Dr. Ulrike Buchmann von der Universität Siegen über das Leben, Lernen und Arbeiten in der Region referieren. Nach der Mittagspause werden in verschiedenen Workshops (ab 13.30 Uhr) Möglichkeiten analysiert, was getan wird und noch erfolgen muss, damit junge Menschen in dieser Region bleiben und eine qualifizierte Ausbildung durchlaufen können. Gegen 16 Uhr soll eine gemeinsame Diskussionsrunde den Seminartag beschließen. „Wir müssen alles versuchen, um die Abwanderung zu stoppen.“

Für Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas haben die Betriebe eine Chance vertan und nicht auf Vorrat ausgebildet. „Wir können uns die Jugendlichen nicht schnitzen, sondern müssen sie so nehmen, wie sie sind“, erklärte er zu Klagen über schulische und soziale Defizite. „Ich hätte mir an dieser Stelle etwas mehr Engagement gewünscht.“ Wie das funktionieren kann, zeigte Marion Görnig, Direktorin der VHS-Volmetal. Für ein Halveraner Unternehmen coacht die Volkshochschule junge Auszubildende. Eindringlich warnte Dzewas davor, sich auf das Anwerben von auswärtigen Kräften zu verlassen. „Das ist ein schwerer Akt.“ Viel einfacher sei es, das eigene Potenzial in der Region zu nutzen.

- Von Bernd Eiber

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